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RAUDITUM #4

RAUDITUM #4
RAUDITUM #4

RAUDITUM #4
68 DIN-A-5-Seiten; €3,00.-
www.facebook.com/rauditumfanzine
Siggi Seidel skizziert den 2. Teil der 2 Tone Records-Label-History. Smith&Miller Records ist eine Kollaboration der Edition NoName und Proll-Streetwear und ein Label für Ska, OI, HC und Punk, wofür das Rauditum Werbung macht.

UGLY macht sich Gedanken über Diskriminierung/Rassismus/deutsche Kolonialgeschichte und fordert, die Nation/den Nationalstaat als Ursprung des Grundübels abzuschaffen, wobei es freilich die Menschen selber sind, sich von dem hiermit verknüpften HERRschaftsinstrument zu befreien. Volker von THE PORTERS beantwortet ein paar uninspirierte Was-wäre-wenn-Fragen und Lieblingsband, -pub, -verein. Ein Comic pointiert den Dialog zwischen "Normalo" und "Punk" über Corona-Schutzmaßnahme und dem Zurück in die Normalität.
Operation Foxley haben sich an Himmelfahrt gegründet und wollen Querdenker*innen hinterherschießen.  
Des Weiteren reflektiert UGLY Erfahrungen im Umgang mit den Kreuzberger Konflikten zugrunde liegenden Prozessen der Aufwertung und Verdrängung vom Kriegsende bis ins Hier und Jetzt, welches er kurz und knapp mit einer Ihr vs. Wir-Kriegserklärung beendet, holt die Faust aus der Tasche, um sich dann doch rechtzeitig wieder zu entspannen und ein Chai Latte zu trinken. Cassius Clay aka Muhammad Ali schwang die Fäuste für Lonsdale und Black Moslems, während Matze Tapes gegen Vinyl für sein Tape or die-Label eingetauscht hat.
Der Hauptanteil der aktuellen Ausgabe ist die auf 11 Seiten angelegte "Chris 'Prüfer' Proofley"s Biografie und seiner Punk/Skin-Sozialisierung in West-Berlin von der grünen Hornisse bis zum BLECHREIZ-Sänger.

Gesamteindruck:

Das bunte Allerlei hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck: Zum einen liegen die inhaltlichen Stärken in UGLYs verschriftliche Gedankenwelten, die kontrovers, populistisch sind, zum anderen sind es gerade die Interviews, die den Interview-Partner*innen immer noch zu wenig Möglichkeit bieten, tiefgründige Antworten/Einblicke zu liefern. Einzig positive Ausnahme ist das individuelle Porträtieren, die Skizzierung, die kurze, in sich geschlossene Geschichte aus dem Leben eines "Szene"-Protagonisten. Viele Beiträge sind hübsches Beiwerk, mehr aber auch nicht, entsprechen aber einer klassischen DIY-Ethik.


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