SEA WATCH - Bilanzbericht

Knapp 800 Menschen konnte Crew 5 das Leben retten.
Insgesamt hat die „Sea-Watch“ damit schon über 1500 Menschen gerettet. Besonders der letzte Einsatz zeigt, wie dringend weitere Rettungskapazitäten und legale Einreisewege geschaffen werden müssen.

Am 19. August hat die „Sea-Watch“ aus technischen Gründen mit zwei Tagen Verspätung zu ihrer fünften Ausfahrt abgelegt. Am gleichen Abend war Ingo Werth, Kapitän vom 2. Törn (knapp 600 Gerettete) zur Aufzeichnung bei Markus Lanz zu Gast im ZDF-Talk und sprach dort über seine Erfahrungen. Die Ausstrahlung erfolgte am 20.08.2015. Seine Worte bewegen:
„Es muss legale Wege für Menschen geben, die um Asyl bitten, überleben wollen. Genauso, wie es Wege gegeben hat, als Deutsche geflohen sind und als Deutsche von anderen Ländern aufgenommen wurden.“

Für legale Wege nach Europa!

„Wir werden in Situationen kommen, von denen wir uns wünschten, es würde sie nicht geben“
prägt jede Crew-Einweisung. Die Crew der MS „Sea-Watch“ hat am 27.08. an nur einem Tag über 500 Menschen von fünf Schlauchbooten gerettet. Auf den Booten gab es mehrere, teils schwer verletzte Personen. 2 Personen, die ihre Flucht nicht überlebt haben, waren tot, bevor sie eingetroffen waren.
Denn wir dürfen niemals vergessen, warum Sea Watch und andere da draußen sind, warum sie da draußen sein müssen: weil die EU den Flüchtenden alle legalen Wege verbaut und sie so auf die Boote zwingt. Die EU kommt dabei noch nicht mal der Seenotrettung in ausreichendem Maße nach, daher werden die Ehrenamtlichen von SEA WATCH auch weiter rausfahren, bis die Situation gelöst ist.
 "Deshalb brauchen wir auch weiter Eure ideelle und finanzielle Unterstützung. Im nächsten Jahr möchten wir mit einem neuen, solideren Schiff vor Ort agieren, da wir befürchten, auch in der nächsten Saison noch nicht überflüssig zu sein. Liebe Grüße, Euer Sea-Watch Team"

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