Das aktuelle UNDERDOG


Schwerpunkt: Rassismus und Polizeigewalt
UNDERDOG #64

UNDERDOG #64

Schwerpunkt: Punk und Subkultur in Südostasien

Rassismus durchdringt verschiedene gesellschaftliche Ebenen, wenn er etwa im Alltag, in den Medien, in der Wissenschaft, im Bildungssystem, am Arbeitsplatz oder aber in Polizei und Justiz wirksam wird. Während individueller Rassismus zuweilen thematisiert wird, wird institutioneller Rassismus und somit auch die Wirkmacht des Rassismus weitgehend außer Acht gelassen. Unsere Schwerpunktausgabe will das ändern.

Nach dem rechtsterroristischen Anschlag im Februar in Hanau waren es migrantische Communities, die ihre Vereinshäuser öffneten und einen Ort des Trauerns und Zusammenkommens schufen. Im Interview mit „Initiative 19. Februar Hanau“ gibt Einblicke über die Geschehnisse, dem Versagen der Behörden und der migrantischen Selbstorganisation.
Der „Fall“ Oury Jalloh belegt eindeutig die Mechanismen des institutionellen Rassismus in polizeilicher Praxis und steht explizit für ein von vielen Beispielen wie hierzulande institutioneller Rassismus aktiv betrieben wird. Das Interview mit der „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ skizziert Formen polizeilicher Gewalt, die vielmehr eine konkrete Folge institutionellen Rassismus in der Polizei selbst darstellt.
Wer wir sein wollten“ ist eine Dokumentation von Tatiana Calasans, die im Interview über erwartete Rollen an Schwarze Menschen und die Frage nach der eigenen Identität darin spricht.
Tahir Della ist Mitarbeiter bei „Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland Bund e.V.“ (ISD), sowie Promotor für Postkolonialismus und Antirassismus, der im ausführlichen Interview Stellung bezieht und konkrete Forderungen stellt.
Und letztendlich unterhielten wir uns mit Dr. Emilia Roig, die das Center for Intersectional Justice (CIJ) im Jahr 2017 gründete, um Gleichstellungs- und Anti-Diskriminierungsarbeit in Deutschland und Europa durch eine intersektionale Perspektive zu verändern.