Undercover-Aufnahmen zeigen brutalen Umgang mit Tieren im Labor

Foto: Helmut Thönnissen
Junge TänzerInnen von „Studio 100“ aus Brüssel zeigen eine „Putz-Performance“ gegen Tierversuche.

Die Filmsequenzen einer Undercover-Recherche unseres belgischen Partnervereins gegen Tierversuche "GAIA" an der Freien Universität Brüssel, die zwischen März und Juni 2016 aufgenommen wurden, zeigen einen brutalen Umgang mit Tieren im Labor. Die Praktiken sind mit dem geltenden EU-Tierversuchsrecht nicht vereinbar.
Den Filmaufnahmen und dem Bericht ist zu entnehmen, dass gegen die EU-Tierversuchsrichtlinie 2010/63/EU gleich mehrfach verstoßen wurde.

Grausame Tötungspraktiken
So wurden die Vorgaben zur Haltung der Tiere (speziell der Mäuse) nicht beachtet. Zu viele Tiere in einem Käfig führen zu Verhaltensanomalien und Verletzungen. Auch die tierärztliche Versorgung der Tiere im Versuch scheint nicht gesichert zu sein (z. B. Mäuse mit zu großen Tumoren). GAIA beklagt insbesondere Tötungspraktiken, wie Tod durch Unterkühlung bei neugeborenen Mäusen, Genickbruch erwachsener Mäuse mit Hilfe eines Kugelschreibers und ohne vorausgegangene Betäubung sowie die betäubungslose Dekapitation (Köpfen) von Ferkeln. Derartige Praktiken sieht die EU-Tierversuchsrichtlinie nicht vor. Die Durchsetzung der Bestimmung der EU-Tierversuchsrichtlinie 2010/63/EU) ist ein absolutes Muss. Wir bestärken und unterstützen "GAIA" darin, rechtlich gegen die Verursacher vorzugehen. Der wirksamste Schutz gegen Tierleid – das steht außer Frage – ist eine Wissenschaft mit humanspezifischen tierversuchsfreien Methoden.

Triggerwarnung:
Das Video enthält Filmaufnahmen, die u.a. zeigen wie Tiere getötet und zerstückelt werden:

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