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DRIP-FED - Drip-Fed

DRIP-FED
DRIP-FED

Austin, die Hauptstadt des US-Bundesstaats Texas, ist seit Jahrzehnten für ihre tolle Musikszene bekannt, gerade dann, wenn es um Indie, Wave und Punk geht.

Seitdem Punk-Bands wie The Skunks oder The Big Boys in den späten 70ern und frühen 80ern die Region unsicher gemacht haben und zu Vorreitern des Hardcores-Punks wurden, ist der Boom der Szene nie zur Ruhe gekommen. Jüngstes Beispiel sind Portrayal Of Guilt, die es in nur kurzer Zeit geschafft haben, sowohl die ältere als auch die jüngere Punk-Generation mit ihrem furiosem 90er Screamo zu in ihren Bann zu ziehen.

Mit Drip-Fed, bei denen unter anderem der Schlagzeuger von Portrayal Of Guilt spielt, tritt nun eine weitere Hardcore- Band aus Austin auf die Bildfläche. Seit der Gründung im Jahr 2014 hat die Band eine Demo und zwei EPs veröffentlicht und ist nun bereit, ihr  selbstbetiteltes Debütalbum von der Leine zu lassen, das am 26. Oktober auf I.CORRUPT.RECORDS in Deutschland erscheint. Die erste Single "Tell Me Off" könnt ihr euch hier anhören:

Sänger Jeffrey Blum zur neuen Single "Tell Me Off": "Der Text handelt von der Theorie des extremen Solipsismus, die genutzt wird um negative Phasen zu überwinden. Wenn das einzige was existiert mein eigener Verstand ist, und ich mir dessen bewusst bin, dann kann ich als mein eigener Gott handeln und mein eigenes Schicksal schreiben.

"Auf dem selbstbetitelten Album verschwenden Drip-Fed keine Zeit und schicken mit dem Opener “Tell Me Off“ direkt mal eine musikalische Dampfwalze in den Ring ("Get out of my way ’cause I’m moving like a wrecking ball"). Im Verlauf der weiteren acht Songs wissen Drip-Fed mit kreativem Songwriting zu überzeugen und schaffen besonders durch den Gesang von Sänger Jeff Blum eine solide, energiegeladene und aggressiv-nihilistische Grundstimmung. Eine aufgesetzte Macho-Attitude, die heutzutage im Hardcore schon fast zum Standard gehören zu scheint, ist dabei Gott sei Dank nicht auffindbar. Die musikalischen Einflüsse von Bands wie Black Flag, Minor Threat oder auch Modern Life Is War und Fucked Up sind nicht von der Hand zu weisen, allerdings drücken Drip-Fed dem Spiel noch mal ihren eigenen Stempel auf, was die Band umso interessanter macht.

Sänger Jeffrey Blum zum neuen Album: “Textlich gibt es kein übergreifendes Thema auf dem Album. Ich neige dazu, sehr persönliche Texte zu schreiben und versuche sie auf eine etwas allgemeinere Art darzustellen. Ich bin nicht gut darin, die Erfahrung einer anderen Person in meinen Texten zu vermitteln. Einige meiner Texte sind jedoch positiver als das vorherige Material. Sie sind immer noch nihilistisch, aber die Art von absurdem Nihilismus, in der überhaupt nichts wichtig ist, also “fuck it". Ein paar Wochen vor den Aufnahmen musste ich immer noch ein paar Songs fertigstellen, also mietete ich eine Garage in Wimberley, Texas, die etwa 45 Minuten außerhalb von Austin im Hügelland liegt. Es hat mir wirklich sehr geholfen, weg von meinem Alltag zu sein und mich nur aufs Schreiben zu konzentrieren."

Drip-Fed sind Jeffrey Blum (Gesang), John Nichols (Gitarre), Chris Skiles (Guitar), Nathan Helton (Bass/Gesang) und James Beveridge (Drums)

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