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Sea-Watch 3 verlässt nach 3-wöchiger Blockade Italien

Sea-Watch 3
Sea-Watch 3

Obwohl die Staatsanwaltschaft vor Ort klarstellte, dass die Crew während der Rettung in vollem Einklang mit dem Gesetz gehandelt habe, wurde sie mit einer lächerlichen Flut von Kontrollen und Ermittlungen überzogen.

Ihr 1. Offizier Friedhold fasst zusammen: „Fünf verschiedene italienische und niederländische Behörden haben das Schiff etwa 80 Stunden lang geprüft – zwei Wochen vor einem planmäßigen Werftaufenthalt. Die Crew hat aber alle relevanten Punkte binnen zwei Wochen bearbeitet. Die Behörden haben keinen Grund, uns hier länger festzuhalten.“

Nach Androhung eines Dringlichkeitsverfahrens gegen die Festsetzung erlaubten die niederländischen Behörden zwei Minuten vor Ablauf der Frist am Mittwoch schließlich die Überführung des Schiffs in eine Marseiller Werft, wo Routinearbeiten durchgeführt werden sollen.
Für die Crew ist klar: Solange Menschen im zentralen Mittelmeer ertrinken – seit Anfang 2019 waren es laut UNHCR mehr als 200 – gehen die Rettungseinsätze trotz aller Schikanen weiter.

Prämierte Sea-Watch-Doku jetzt auf YouTube

In diesem Zusammenhang erwähnenswert ist die
prämierte Sea-Watch-Doku, die auf YouTube zu sehen ist.

2016 begleitete der US-amerikanische Filmemacher Skye Fitzgerald die Crew der Sea-Watch 2 auf einer Rettungsmission im Mittelmeer. Das Ergebnis ist ein 34-minütiger Dokumentarfilm namens LIFEBOAT, der 2019 in der Kategorie Bester Dokumentar-Kurzfilm für einen Oscar nominiert ist.

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