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BOB MOULD: Frei wie ein Schmetterling!

Credit: Blake Little Photography
Credit: Blake Little Photography

Bereits gestern teilte Rock-Legende BOB MOULD (HÜSKER DÜ, SUGAR) mit „Siberian Butterfly“ ein Lyrik-Video der dritten Single von BOB MOULDs 14. Solo-LP „Blue Hearts“ - und folgt auf die provokative erste Single „American Crisis“ sowie die kraftvolle zweite Single „Forecast Of Rain".

„Blue Hearts“ erscheint am 25. September 2020 via Merge Records.

BOB MOULD zur Entstehung von „Siberian Butterfly“:
„The genesis of „Siberian Butterfly“ spoke to the notion of “collectors” – people with excessive means who gather the works of creative folk for their ego-driven portfolios. As I kept writing, the narrative shifted toward themes of change, growth, and freedom. These motifs are central to how we become our true selves. This is how we begin our journey toward our true identities. It’s autobiographical as well. I put myself through some self-hating years as a young gay man – never feeling “good enough,” not recognizing the positive qualities I had to offer, while inhibiting the development of my gay identity. I hope for a world where all people can be what they want to be. Life seems shorter every day; maybe this simple song can be of use to people who are struggling to find their true selves.”

Blue hearts
Blue hearts

„Blue Hearts“ ist vielleicht die direkteste Konfrontation in BOB MOULDs vier Jahrzehnte währender Karriere – eine wütende 14-Track-Sammlung, die von ihrem Schöpfer als „the catchiest batch of protest songs I’ve ever written in one sitting” beschrieben wurde. Das Album nahm BOB MOULD im berühmten Electrical Audio in Chicago mit Unterstützung seines langjährigen Mitarbeiters Beau Sorenson auf. Die Rhythmus-Sektion um Schlagzeuger Jon Wurster und Bassist Jason Narducy knüpft mit ihrem Spiel an die bahnbrechende Vergangenheit des Singer-Songwriters an und bleibt gleichzeitig fest im Zeitgeist verankert. Das Vorgänger-Album „Sunshine Rock“ präsentierte BOB MOULD „violently happy“ (Rolling Stone) – „Blue Hearts“ ist hingegen stürmisch und kritisch pointiert. Die Alben fungieren somit als MOULDs Yin und Yang.

BOB MOULD beschäftigt sich auf „Blue Hearts“ mit den Verwüstungen des Klimawandels, der destruktiven Gewalt der Menschen und wird zeitweise sehr persönlich. MOULD spricht von einem Déjà-Vu-Gefühl, da seine wütenden Hymnen von heute gleichermaßen von seinen Erfahrungen und Erinnerungen an die frühen 80er Jahre geprägt sind. Damals war BOB MOULD ein, wie er selbst sagt, „22-year-old closeted gay man", der mit HÜSKER DÜ auf Tournee ging, als Aids seine Community verzehrte. Diverse Führungspersönlichkeiten – darunter auch die im Weißen Haus – schienen sich damit zufrieden zu geben, dass die Epidemie eine ganze Generation tötete. So nimmt es nicht Wunder, dass BOB MOULD unter den aktuellen Umständen glaubt, ein Déjà-Vu zu erleben.
 
“We have a charismatic, telegenic, say-anything leader being propped up by evangelicals,” schimpft MOULD. “These fuckers tried to kill me once. They didn’t do it. They scared me. I didn’t do enough. Guess what? I’m back, and we’re back here again. And I’m not going to sit quietly this time and worry about alienating anyone.”

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