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Rap!fugees - Keiner wird vergessen!

Die Rapfugees sind ein 12-köpfiges Kreativ-Kollektiv, dass die Hip-Hop Kultur lebt, tanzt, rappt, beatboxt & scracht. Menschen mit Geschichten aber ohne Ego-Musik.

2017 im Rahmen der G20-Proteste als loser Zusammenschluss gegründet, wurden sie mehr, wuchsen zusammen und stehen inzwischen im ganzen Land auf kleinen & großen Bühnen. Immer mitten drin, aber dauernd dazwischen, Oldschool aber Trap, Miami meets Teheran in Hamburg. Der Wu-Tang Clan der Globalisierung: In rap we find refuge!

Angefangen als 16 Zeilen für einen Soli-Sampler für Moria, entwickelte sich „Keiner wird vergessen!“ im Angesicht der erschütternden Ereignisse diesen Jahres zu einem Nachruf auf all die namenlos gewordenen Opfer europäischer Abschottungspolitik, zu einem Appell an die Menschlichkeit. „Nicht einer wird vergessen, die Bilder von den Menschen“, die Szenen der schrecklichen Attentate in Hanau und Halle, George Floyd und seine letzten Worte „I can’t breathe“. All diese Ungerechtigkeiten kristallisierten sich nach und nach zu einem Rundumschlag gegen das Vergessen und die Verleumdung der zutiefst diskriminierenden Strukturen unserer Gesellschaft durch die Politik. Nach und nach beteiligten sich immer mehr Mitglieder des 12-köpfigen Rap!fugees Kollektiv an dem Song. Der gebürtige New Yorker DJ Jungleboy sampelte aus Reden von Black Lives Matter Aktivist*innen. Nathaneal veranschaulicht in seinem Text die Gleichzeitigkeit seines Privilegs Deutscher zu sein, aber als Schwarzer noch immer nicht wirklich dazuzugehören. Der aus Teheran nach Hamburg geflüchtete Ila Kha rappt: „Diejenige, die Mauern bauen verstehen überhaupt nicht (...) was es heißt in einer Nacht voller Schlaflosigkeit den Atem anzuhalten.“ Während TanOne feststellt: „Das ist kein Glück, dass ich leben kann wie ich leben kann, sondern das Ergebnis von jemandem der jemanden unterdrückt.“

Alle Einnahmen aus dem Song werden an www.waveofhope.org gespendet! - eine von Geflüchteten auf Lesvos gegründete Selbsthilfeorganisation, die inzwischen Schulunterricht für die Kinder in den Lagern auf mehreren griechischen Inseln ermöglicht.

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