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CHAOZE ONE veröffentlicht "Schattenboxen" vom neuen Album "Venti"

Copyright: Giuali Vitali
Copyright: Giuali Vitali

Chaoze One traut sich was: Nach dem, was für uns Außenstehende nach einer langen musikalischen Pause aussah, veröffentlicht er ein gewachsenes, üppiges Album. Eine Platte, die auf keiner Trendwelle reitet, nicht nach industrieller Fertigung schmeckt und trotzdem die Deutschpop-Poeten aus den Charts versehentlich dazu bringen wird, sich Notizen zu machen, wie das mit der ‚echten‘ Musik handwerklich geht.

Der Mannheimer Musiker jongliert nicht mit linken Themen, weil es die Marketing-Strategie nahelegt, sondern weil er noch nie etwas anderes gemacht hat. Er kollaboriert nicht mit anderen Musiker*innen (u.a. Mal Élevé, Shana Supreme, Jan Off, Torsun Burkhardt, Matze Rossi), weil es einen Promo-Vorteil bringt, sondern weil darin langjährige Beziehungen endlich ihren musikalischen Ausdruck finden.

Er rappt, singt, spricht, komponiert, produziert nicht, weil er das Verkaufsargument der Vielseitigkeit bemüht, sondern weil Musik ein kulturelles Lebensmittel ist. Etwas, das wir Menschen brauchen, um unsere inneren Fenster zu öffnen, erste und weitere Schritte zu wagen, uns vor uns selbst gerade zu machen, Rotz und Wasser zu heulen oder endlich, endlich wieder etwas Leichtigkeit zuzulassen.

„Venti“ ist lebensbejahende, entwaffnende Musik, die den neoliberalen Zwangsoptimismus der Good-Vibes-Only-Lifestyles demaskiert und ganz trueschool-links daran erinnert, dass wir uns unserer eigenen Größe berauben, wenn wir uns für ein bisschen Sicherheit in Lebensschubladen einkaufen. Bisher sind aus dem Album die Singles "Memento Moria / Die Welt brennt" und "So weit von Zuhaus" ausgekoppelt worden.


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