· 

THE FLATLINERS - 20-jähriges Bandjubiläum

THE FLATLINERS
THE FLATLINERS

Die FLATLINERS feiern ihr 20-jähriges Bandjubiläum. Und was gibt es Besseres, als die Tür mit einem brandneuen Album und frischen Tourdaten (auch bei uns) einzutreten!? Zudem kehrt die Band zu FAT WRECK zurück und macht mit "Performative Hours", der mitreißenden neuen Single samt Video unmittelbar Lust auf mehr.

Das kommende Album trägt den Titel "New Ruin", und wird am 5. August erscheinen.
Sänger Chris Cresswell erklärt:

"Die Rückkehr zu FAT anlässlich der Veröffentlichung unseres neuen Albums ist wie ein Familientreffen, zu dem man unbedingt kommen möchte. Ein Neustart, hinter dem wir alle stehen können. Es fühlt sich für uns einfach wie ein Zuhause an.
Die Fat Wreck Crew kann dem nur zustimmen und freut sich, THE FLATLINERS wieder an Bord zu haben. Schaut euch das neue Video an, bestellt das Album vor und schnappt euch ein Bundle  solange ihr noch könnt. Menschen, die es gerne digitaler halten, können das Album vorbestellen, indem sie hier klicken.

Chris Cresswell über den neuen Song:

"Es gibt eine Verzweiflung, die in uns Menschen um sich greift, und es ist das Bedürfnis, bestätigt zu werden. Ein Schatten dessen, was wirklich real ist, eine Version der Wahrheit, eine Vorstellung zu jeder Zeit. Während die Welt um uns herum immer mechanischer wird, um Verbindungen herzustellen, missbrauchen wir Menschen diese Macht, um einfach nur zu prahlen oder uns zu beschweren, indem wir fieberhaft versuchen, einen Moment zu schaffen, anstatt ihn einfach nur zu genießen. Wir haben das Gefühl, dass wir uns in einem Zeitalter der Unaufrichtigkeit befinden, in dem die Menschen ihre Zeit für nichts anderes einsetzen als für die Aufrechterhaltung eines Images. Die Zeit tickt jetzt in performativen Stunden."

Wenn man 20 Jahre lang in einer Band spielt, verändert man sich nicht nur selbst. Es verändert sich auch die Art und Weise, wie man die Welt und seinen Platz in ihr sieht. Für die alteingesessenen Punks aus Toronto bedeutet ein neues Album eine neue Gelegenheit, das übernommene Erbe, das sie bis hierhin vertraten, und alles, das sie hierüber weitergeben werden, einer frischen Prüfung zu unterziehen. Es ist ein unvollkommenes Erbe, aber nicht ohne Hoffnung.

"Diese Platte präsentiert uns in einem unbequemen Moment, in dem die Welt um uns herum zusammenbricht, und wir im Anschluss bemüht sind, daraus zu lernen", sagt der Sänger und Gitarrist. "Niemand muss uns zuhören, aber wir wollen zumindest versuchen, gehört zu werden."

"New Ruin" ist ein Adrenalinstoß einer Band, die überholte Institutionen und Ideologien mit pointierten Texten und ihren bisher stärksten Songs angreift. Und zwar mit einer Wildheit, die selbst langjährige Fans überraschen wird. Von den monströsen, disharmonischen Hits, die das Album eröffnen, bis hin zum de facto Thesenpapier "Heirloom" wird klar, dass THE FLATLINERS auf eine Art und Weise wütend sind, wie wir es noch nie zuvor von ihnen gehört haben.

Gleichzeitig haben sie sich noch nie so gut unter Kontrolle gehabt. Songs wie "Performative Hours" und "Recoil", die Cresswell zusammen mit dem Rest der Band produziert hat, kochen vor lebendiger Post-Hardcore-Energie, während "Souvenir" und "Big Strum" eine straffere Aggression bieten, die unmittelbar auf die hymnische Punk-Vergangenheit der Band schließen lässt. Aufgenommen in den Noble Street Studios in Toronto und bei Genesis Sound mit dem langjährigen Freund und Tontechniker Matt Snell geschliffen, klingt das Album sowohl offen als auch unmittelbar, der kumulative Effekt aus mittlerweile zwei Jahrzehnten gemeinsamer Auftritte. Cresswell sagt, als er die Zügel in die Hand nahm: "Wenn man 20 Jahre dabei ist und sich selbst nicht mehr traut..."

"New Ruin" wurde von einem, wie Chris es nennt, „Dream-Team" mit Anton DeLost am Mischpult und Blasting Room-Legende Jason Livermore gemastert. Die Platte kombiniert geschickt die Pop-Ambitionen von "Inviting Light" mit einer Aggression, die die Band zuvor nur angedeutet hat, indem sie sich ihren grimmigsten Tendenzen hingab. Es ist ein Ansatz, den die Songs - und der Moment - verlangen. Nehmen wir „Heirloom":

"Es ist ein Hassbrief an die vorherige Generation", sagt Cresswell. "All ihre Brillanz und ihr Einfallsreichtum haben unsere Generation und künftige Generationen im Stich gelassen, die sich die Welt, in der wir leben, nicht mehr leisten können, mit diesem enormen emotionalen und ökologischen Tribut. Das ist so demoralisierend." Aber inmitten der Trümmer der modernen Höllenlandschaft ist die Band nicht ohne Hoffnung. Der Albumabschluss "Under A Dying Sun" bietet seine eigene Version von Trost und Erlösung und bringt das krachende Album mit einer nachdenklichen Grandiosität zu Ende, die zumindest ein Licht am Ende des Tunnels andeutet.

Vielleicht liegt es daran, dass THE FLATLINERS trotz der vertonten Dunkelheit zum ersten Mal seit langer Zeit wieder Spaß hatten. Sie produzierten sich selbst, nahmen mit Freunden auf und spielten zusammen Musik, nachdem sie zuvor fast 600 Tage voneinander getrennt waren - die längste Zeitspanne seit ihrer Gründung im Jahr 2002. "New Ruin" ist auch der Sound einer Band, die die Freude daran wiederentdeckt hat, gemeinsam etwas Sinnvolles zu machen. Cresswell nennt das ein Geschenk.

"Es gibt eine andere Seite der Negativität, die auf dieser Platte zu hören ist", sagt er, "es ist auch eine starke Zeit. Es gibt so viele Menschen, die über Dinge sprechen, über die man eigentlich schon lange hätte sprechen müssen. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Kunst und Musik können ein Teil davon sein. Wir haben es alle irgendwie vermasselt, also können wir versuchen, es wieder in Ordnung zu bringen. Es ist noch nicht zu spät, aber es ist fast zu spät. Es ist fast zu spät.“


THE FLATLINERS LIVE 2022

04.08. Köln - MTC Club
07.08. Hamburg - Knust
09.08. München - Strom
12.08. Limburg - Tells Bells Festival 2022
13.08. Berlin - SO36

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Get in touch


Newsletter


Homepage durchsuchen




Homepage übersetzen