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THE DARTS - Apocalypse

Photo Credit: Tina Gross
Photo Credit: Tina Gross

The Darts melden sich mit „Apocalypse“ zurück, der zweiten Vorab-Single aus ihrem kommenden Album Halloween Love Songs, das am 3. März erscheint. Während „Midnight Creep“ noch verspielt durch die Schatten eines B-Movies tanzte, reißt „Apocalypse“ die Tür zur dunkleren Albumhälfte weit auf: archaische Rhythmen, vulkanischer Fuzz und eine apokalyptische Euphorie, die Zerstörung wie Erlösung klingen lässt. Der Track erscheint am 3. Februar – und markiert den Moment, in dem das Album von gruseligem Spaß in loderndes After-Midnight-Feuer umschlägt.
Entstanden ist der Song in Angers, Frankreich, wo Sängerin und Orgel-Beschwörerin Nicole Laurenne durch den monumentalen mittelalterlichen Apokalypse-Teppich wanderte: ein gewebtes Chaos aus Engeln, Bestien, Stürmen – kosmischer Zusammenbruch auf Wandgröße.

 „Der Blitz hat mich getroffen“, sagt sie. „Der Song hat sich praktisch von selbst geschrieben, noch im Van, als wir das Schloss verließen.“ Statt Weltuntergang setzte Laurenne auf das befreiende Gefühl des Alles-niederbrennens: Freiheit von Leid, Freiheit von Kronen, Freiheit davon, gesagt zu bekommen, was als Nächstes kommt. Die Zeile „no future, no kings“ schrieb sie als Mantra der Loslösung – und ein Jahr später, als hätte der Song etwas aufgebrochen, hallte „No Kings“ als Protestgesang durch die USA. Zu diesem Zeitpunkt existierte der Track noch ausschließlich als Demo auf ihrem Laptop.
Musikalisch trifft „Apocalypse“ wie ein Ritual. Ein stampfender, neandertalerhafter Beat trägt die Strophen, ein weit aufgerissener Sprechgesang treibt den Refrain, darüber schlängeln sich Orgel-Linien, die direkt zu The Seeds, The Standells und anderen 60s-Größen nicken – jenen Bands, die das Ende der Welt klingen lassen konnten wie eine Blockparty mit kaputten Verstärkern. Rebecca Davidsons Gitarrensound zieht den Song mit dickem, schmutzigem Mudhoney-Fuzz in die Gegenwart, mit einem Schuss L7-Biss und dem ungefilterten Zorn von Bikini Kill. Garage Rock mit gesprungener Aura: durch den Dreck gestampft, angezündet und nicht mehr gelöscht.


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