
Das Trio ist seit 2022 aktiv und die Musiker*innen sind 16 Jahre alt.
"Busted" ist die Vorabsingle zum kommenden 2. Album "Can’t Please ’Em All", das am 8. Mai bei Stomp Records erscheint. Der Song ist schnell, eingängig und kompromisslos: präzise Downstrokes, ein sofort mitgrölbarer Refrain und eine Energie, die sich irgendwo zwischen dem Straßendruck von Rancid, der Dringlichkeit der Descendents, dem frühen Punch von Green Day und der politischen Schärfe von Propagandhi einpendelt. Zwei bis drei Minuten Hochspannung – der Bass weit vorne, das Schlagzeug wie ein Uhrwerk, die Gitarren schnörkellos und direkt.
Inhaltlich fängt „Busted“ den schmalen Grat zwischen Selbstbestimmung und Konsequenz ein: „Don’t wanna get caught but I got busted / Speak the words on my mind not gonna get silenced.“ Es geht
darum, auszusprechen, was gesagt werden muss – auch wenn man den Preis dafür zahlt. Kein Feinschliff, keine ironische Brechung, sondern pure Klarheit und Tempo.
Gegründet 2022 – damals gerade einmal zwölf Jahre alt – sind General Chaos in der vitalen Punk-Szene Montreals rasant gewachsen. Von frühen Auftritten beim Pouzza Fest bis hin zu All-Ages-Shows
quer durch Québec und Ontario haben sie sich ihren Ruf über rohe Live-Energie erarbeitet, nicht über den Neuigkeitsfaktor ihres Alters. Ihr Debütalbum "Outta My Way", aufgenommen mit
Szene-Veteran Ryan Battistuzzi, machte klar: Das ist keine jugendliche Kuriosität, sondern eine ernstzunehmende Band.
Mit "Can’t Please ’Em All" legen sie nun hörbar nach. In nur drei Tagen im Studio Le Stuzzio aufgenommen, erneut mit Battistuzzi und produziert von Fred Jacques (The Sainte Catherines), bewahrt
das Album die unmittelbare Wucht eines Live-Raums, ohne die Ecken und Kanten glattzubügeln. Aude Deniger treibt mit druckvollen Basslinien voran, Rémi Jacques spielt mit bemerkenswerter
Disziplin, und Constantin Blondy hält die Gitarrenarbeit straff und effizient. Kein Leerlauf.
General Chaos stehen in einer Tradition, die in Montreal von Bands wie The Nils, The Asexuals, Planet Smashers, Banlieue Rouge und The Sainte Catherines geprägt wurde – eine Szene, die über
Jahrzehnte laut, unabhängig und eigenständig geblieben ist. Dieses Erbe klingt in „Busted“ nicht nach Retro, sondern nach gelebtem Instinkt.
Auf "Can’t Please ’Em All" setzen sich General Chaos mit politischer Polarisierung, Konsumkultur, Straight-Edge-Überzeugungen und dem Frust einer jungen Generation auseinander – direkt,
ungefiltert, ohne Umwege. „Busted“ ist der erste Treffer. „Dieses Album ist viel besser als das letzte“, sagt Frontmann Constantin Blondy – halb augenzwinkernd, ganz überzeugt.
