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WINE LIPS - Projector

Die aus Toronto stammenden Wine Lips melden sich mit „Projector“ zurück, der ersten Single ihres frisch angekündigten fünften Albums „TV Dinner“, das am 28. August über Stomp Records erscheint. Inspiriert vom übersteuerten Geist des Garage Punk der 1990er-Jahre und zugleich fest verwurzelt im psychedelischen Chaos, das längst zum Markenzeichen der Band geworden ist, vereint „Projector“ die Dringlichkeit von Teengenerate, The Hives, New Bomb Turks, Frankie and the Witch Fingers und Osees zu einem explosiven Mix aus angezerrten Gitarren, treibenden Drums und messerscharfer Attitüde.

Die Single markiert zugleich den ersten Lead-Gesangsauftritt von Schlagzeugerin Aurora Evans, die dem Song eine elektrisierende Dynamik verleiht und damit das nächste Kapitel einer der kompromisslosesten Rockbands der Gegenwart einläutet.

In den vergangenen zehn Jahren haben sich Wine Lips nahezu unbemerkt zu einer der erfolgreichsten unabhängigen Rockbands entwickelt, die Kanada in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat. Ihre Alben wurden inzwischen mehr als 45 Millionen Mal gestreamt, sie erhielten internationale Anerkennung, ihre Songs fanden Verwendung in Filmen, Fernsehserien und Videospielen, und ihre Tourneen führten sie durch Nordamerika, Europa, Großbritannien, Hongkong und China. In der langen und bisweilen eigenwilligen Geschichte des kanadischen Rock nehmen Wine Lips irgendwo zwischen Rush, April Wine und Tricky Woo ihren ganz eigenen Platz ein – als fuzzgetränktes nordisches Biest, das immer wieder unerwartet auftaucht und eine Spur aus überlasteten Lautsprechern, schweißnassen Clubs und frisch bekehrten Fans hinterlässt.

„Projector“ macht von der ersten Sekunde an klar, wohin die Reise geht. Angeführt von Aurora Evans' kraftvoller Gesangsperformance richtet sich der Song gegen Menschen, die ihre eigenen Unsicherheiten, Frustrationen und emotionalen Altlasten auf ihr Umfeld projizieren. Jede höhnische Textzeile sitzt punktgenau, während die Band mit übersteuerten Gitarren, donnernden Drums und kaum gebändigter Energie kompromisslos nach vorne prescht. Das Ergebnis ist direkt, befreiend und schlicht unmöglich zu überhören.

Gleichzeitig liefert der Song einen ersten Vorgeschmack auf „TV Dinner“, ein dreizehn Stücke umfassendes Album, das sich den Absurditäten des modernen Alltags widmet. Wine Lips setzen sich darin mit Erschöpfung und Burnout, Sucht, endlosem Doomscrolling, frustrierenden Sackgassenjobs, Wohnungsnot und jener unterschwelligen Angst auseinander, die das heutige Leben oft begleitet wie das permanente Summen greller Neonröhren in einem trostlosen Vorstadt-Einkaufszentrum. Doch anstatt sich in Resignation zu verlieren, reagiert die Band auf ihre ganz eigene Weise: lauter, schneller und ohne das geringste Interesse daran, das entstandene Chaos wieder aufzuräumen.


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