
Fast zwei Jahrzehnte sind vergangen, seit LACK zuletzt neue Musik veröffentlicht haben. Nun meldet sich die Kopenhagener Band mit ihrem ersten Album seit 18 Jahren zurück. Das selbstbetitelte
Werk erscheint am 11. September über Dream Bureau und wird von einer Reihe von Konzerten in Dänemark, Deutschland und Tschechien begleitet.
Innerhalb von nur acht Jahren veröffentlichten LACK drei Alben, spielten unzählige Konzerte in Europa und den USA und erarbeiteten sich den Ruf als eine der markantesten und explosivsten Bands
Kopenhagens. Sowohl in ihrer Heimat als auch international galten sie als stilprägende Ausnahmeerscheinung. Ihr unverwechselbarer Sound bewegte sich mühelos zwischen Post-Hardcore, Indie-Rock und
der düsteren Atmosphäre des Film Noir – getragen von Thomas Burøs charakteristischem Falsettgesang, der stets an der Grenze zum Zerbrechen balancierte.
Nach der Veröffentlichung von Saturate Every Atom im Jahr 2008 gingen die Bandmitglieder getrennte Wege und legten LACK auf Eis. In den folgenden Jahren waren sie in zahlreichen anderen
Formationen aktiv, darunter Rising, Tvivler, Total Heels, Anchorless und No Light.
Wiedervereinigung als Live-Band
2021 kehrten LACK auf die Bühne zurück. Zunächst für zwei restlos ausverkaufte Konzerte in Dänemark, später folgten weitere Auftritte – darunter ein umjubelter Gig beim dänischen
Metal-Großfestival Copenhell im Jahr 2024.
Ohne große Ankündigungen oder Erwartungen begannen die Musiker schließlich im Verborgenen, neues Material zu schreiben. Was zunächst als vorsichtige Annäherung gedacht war, entwickelte sich zu
der Erkenntnis, dass das gemeinsame künstlerische und persönliche Fundament auch nach so vielen Jahren noch Bestand hatte. Die Spannung zwischen misanthropischer Resignation und trotzigem
Optimismus – seit jeher der emotionale Kern der Band – war ungebrochen vorhanden und schien heute aktueller denn je.
Ein Album, das Erwartungen durchbricht
Das Ergebnis sind neun Songs, die live in einem einzigen Raum eines alten Bauernhauses auf dem dänischen Seeland aufgenommen wurden. Inhaltlich setzen sie sich mit Arbeit als grundlegender menschlicher Existenzbedingung auseinander – und mit den Kompromissen, die nahezu zwangsläufig eingegangen werden müssen, um ein sinnstiftendes Leben aufzubauen.
