Proud to be Punk #16

Proud to be Punk #16
Proud to be Punk #16

Proud to be Punk #16
80 DIN-A-5-Seiten; 1,50 €
Jan Sobe, Stockartstr. 15 HH, 04277 Leipzig
jan.sobe@t-online.de
Jan hatte in diesem Jahr reichlich Arbeit mit seinen Examensprüfungen im Fachbereich Geschichte, hat eine Abschlussarbeit geschrieben und findet Ablenkung und Ausgleich zu den verbundenen Anstrengungen mit Konzerten seiner beiden Bands SELBSTJUSTIZ und DOUBT EVERYTHING, mit der Teilnahme an einer einer Bildungsreise nach Amsterdam und hat im September zusammen mit Seb und Markus das 'Zineattack‘ in Leipzig organisiert.

Mit der Vorstellung der Anarcho-Band HEIMAT-LOS aus Frankreich setzt Jan die Anarcho-Punk-Resistance-Reihe fort.
Auf Einladung des Vereins "Bon Courage e.V." gab es in Borna eine Lesung von und mit Sebastian Kalicha, der zusammen mit Gabriel Kuhn das Buch "Anarchismus weltweit - von Jakarta bis Johannesburg" herausbrachte. Jan Interviewt Sebastian, der über die Recherche zum Buch spricht und seine Gedanken zum Thema “Anarchismus“ offenbart. Sebastian setzt auf Gewaltfreiheit und meint, der Staat müsse mit Mitteln bekämpft werden, von denen er keine Ahnung hat.
Des Weiteren wird Simon Wiesenthal porträtiert, der als bekannter sogenannter Nazi-Jäger Adolf Eichmann aufspürte.
 Im Sachsen-Report werden Neuigkeiten aus der Region thematisiert, Bands, Zines ausführlich vorgestellt und mit Holger Burner ein nicht unumstrittener Rapper interviewt. So meinte er bei einem Auftritt auf einem Fest der sozialistischen Jugendorganisation "Die Falken", er sei "gegen Jeden Nationalismus, besonders gegen den Zionismus". Nach dieser Aussage musste das Konzert abgebrochen werden und die Organisatoren des Festes entschuldigten sich für Holger Burners Eskapaden. Holger selbst sieht sich von Anti-Deutsche diffamiert und verweist zu seiner Haltung im Nahost-Konflikt auf der Homepage www.sozialismus.info, wo seine Positionen nachzulesen sind.
Gesamteindruck: Die aktuelle Ausgabe ist geprägt von Inhalten zu Jans Abschluss- und Examensprüfungen. Jan lässt mich aber auch teilhaben an Veranstaltungen, die er besucht, weckt das kulturelle wie politische (wobei beide Komponenten bei Jans Ausführungen stets miteinander verknüpft sind) Interesse, wobei er dem Gesprächspartner genügend Raum bietet, ausführlich und detailliert zu antworten. Das mag bisweilen etwas trocken und theoretisch sein, dennoch ergeben sich inhaltlich immer Passagen, die Aussagen zum Charakter, zu Denk- und Handlungsweisen zulassen und somit die politische Position nachvollziehbar macht. Das P.t.b.P. vermittelt Theorie und politisches Wissen, Kultur und Kampf. Jan greift politische Themen der Vergangenheit und der Gegenwart auf und liefert Vorschlage zur Veränderung der politischen Praxis/gesellschaftliche Wirklichkeit. Das ist ein persönliches Anliegen, ein soziales Engagement.

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