THE TOTEN CRACKHUREN IM KOFFERRAUM - Mama, ich blute

THE TOTEN CRACKHUREN IM KOFFERRAUM “Mama, ich blute”
THE TOTEN CRACKHUREN IM KOFFERRAUM “Mama, ich blute”

THE TOTEN CRACKHUREN IM KOFFERRAUM
“Mama, ich blute” LP/(Do-)CD
(www.destiny-tourbooking.com/Broken Silence)
Die bekennenden “Mülltütenfetischist_innen” treiben es wieder bunt und machen vor eigentlich gar nix halt. Warum auch?! Was dem Turbonegro seine Pizza, ist der toten Crackhure ihr Sternburg. Minimalistisch, bombastisch, provokant, offensiv und ironisch. Zwischen “Fred vom Jupiter”-Chor, Hartz IV-Romantik, urbane Freiraumparties und kollektiver Amoklauf philosophieren die Crackies und Toyboys mit dem Feingespür einer extremen spätpubertierende Hormonschleuder grob über Liebe, Lust und Leidenschaft und en detail über unsinnstiftende Werbeslogans und Tipps für eine entzückend korrekte Revolution. Dafür ziehen sich die Crackies schon mal die Schlüppi an und haun ein raus, dass selbst Bela B. sich in der Gruft wähnt und im spinnwebendichten Nebel das tageslicht-freundliche Fuckface erblickt und bei näherer Betrachtung freudig ausruft: “Wat mutt, dat mutt!” Um ans Ziel zu gelangen, werden harmonische melodische Töne mit Großmetaphern und Männerfreuden klein gehackt. Mundgeruch, Herpes, Zähne kaputt. Hier werden mit Witz und Talent Geschlechterrollen und Verhaltensweisen karikiert. Ob vollgedröhnt oder nüchtern. “Mama, ich blute” ist nicht weit vom raffinierten avantgardistischen Charme entfernt, der einen eigenen Stil prägt und entwickelt: expressiv, kontrastreich und faszinierend genial. “Wir machen dich kaputt!” Nimm dich in acht, die Crackhuren sind los!
Der LP und der limitierten DO-CD liegt zusätzlich ein Sideproject der Crackies bei. LULU Fuckface zieht auf DIE EINHORNFARM und regt sich ständig auf, persifliert die banalen Alltagsnotizen und den exzessiven Lebensstil eines klischeehaften Teens mit neuem Sprachgebrauch in Kiezdeutsch. Der widerspenstig-innovative Charme funktioniert in der Bewegungspraxis mit “Du Opfer”-Slogans und Metaphern, die im schrammeligen, filigran-verspielten Punkrock verwurzelt sind und laut krachen wie die Knochen beim Besuch des Chiropraktikers. Laut, asozial, mit viel Schwung in den Hüften und Schlag in die Fresse.

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