Calf - Bastards Anatomy Use A Unicorn Go To Apathy

Calf - Bastards Anatomy Use A Unicorn Go To Apathy
Calf - Bastards Anatomy Use A Unicorn Go To Apathy

Calf
"Bastards Anatomy Use A Unicorn Go To Apathy"
Self-Release/Noteale Records
In Karditsa, Griechenland, im Jahr 2008 von Koutroulis (Gitarren / Effekte), Thodoris Kakoulantonakis (Gitarren / Effekte), K.Paraschis (Bass / Effekte) und Sakis (Drums) gegründet, ist CALV ein musikalisches Kollektiv, dessen Klangexpedition die ZuhörerInnen in die dunklere, experimentelle Seite des Lärm / Post-Rock-Spektrums transportiert.
"Are you Laura Plamer? No, I'm a fucking Psycho" lässt erahnen, dass CALV musikalisch von verstörenden Bildern aus David Lynchs Meisterwerk TWIN PEAKS inspiriert ist. Und ja, die Songs erinnern eher an Filmschnipsel und Klangcollagen, schaffen eine faszinierende dichte Atmosphäre, die die dunklen und teuflischen Momente von Lynchs Visionen realisieren.
Musik wird zum Störfaktor, Kontrastpunkt und Sehnsuchtspunkt. Das CALVsche Kollektiv verknüpft atmosphärisch dichte Klangbilder mit mit schwelender Angst, Beklemmung und Furcht zu einem kontrastreichen Soundtrack, zu einer mehrdeutigen Collage, die sich gewohnten Wahrnehmungsmuster widersetzt. In der Alltagsverdichtung des Klangporträts werden bewusst langgestreckte Loops und Riffs gewählt, die laute und leise, beruhigende und verstörende Klangbilder erzeugen und somit individuelle Reaktionen hervorrufen, je nachdem, was mensch sich gedanklich ausmalt. "Bastards Anatomy Use A Unicorn Go To Apathy" füllt mit facettenreichenden Bildern zu den Sounds ein vielschichtiges Kontrastprogramm mit zitierten Visionen ohne Zurückhaltung, flickt eine Vielzahl von Tönen und Texturen zusammen. Es umfasst Elemente von Post-Rock, Noise, Shoegaze und Industry, zeigt eine Zurückhaltung, nicht in ein bestimmtes Genre oder jede Art von Kategorisierung eingeordnet zu werden und erzeugt ohne Zweifel ein faszinierendes und komplexes Klangbild aus dem angelegten Klangarchiv, wo Töne und Geräusche unsere Ängste markieren, setzen Signale und ertrinken in einem Meer von Lärm und Alltagssymphonie. Insofern schaffen CALV auch eine Neu-Kontextualisierung eines breiten Spektrums von Klängen und Geräuschen mit all den Mikrobeobachtungen von Brüchen und Kontinuitäten des Alltags zu einer audiovisuellen Betrachtung des Normalen und des Selbstverständlichen mit
überraschenden Sichtweisen auf die eigene Lebenswelt.

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