COR - Lieber tot als Sklave

"Lieber tot als Sklave"
"Lieber tot als Sklave"

COR
"Lieber tot als Sklave" LP/CD/digital
Ruegencore/Cargo
Erwartungen, Pflichten, Unterdrückung, Ausbeutung. COR thematisieren auf dem neuen Album hohe Ideale der Menschheit: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Einheit, Gerechtigkeit. Das ist löblich und in den heutigen Tagen und Zeiten umso wichtiger, sich an diese nicht nur zu erinnern, sondern diese auch zu leben. Freiheit gibt es nicht geschenkt, muss erkämpft werden.

Doch eine positive und dauerhafte Revolution ist nur dort möglich, wo diese Prinzipien nicht nur im Äußeren gefordert, sondern als innere Werte im täglichen Leben umgesetzt werden. "Unregierbar", "Lieber tot als Sklave" sind Ausdruck dieser Attitüde. Es rumort im Untergrund. Nicht länger (ver-)zweifeln, sondern einander vertrauen. Manchmal hilft es, auf sein Bauchgefühl zu hören. "Früher oder später" sind wir dran, müssen für unsere Taten bezahlen. Friedemann vergleicht das Leben mit einem Schlachtfeld. Es beginnt im Kopf. In diesem Zusammenhang gewinnt auch das Wort "Einer für alle und alle für Einen" eine neue Bedeutung: frei sein geht nur, wenn du dich von deinen Zwängen löst. Dazu zählt auch die Musikindustrie, die einen Ausverkauf fördert, dich ausbluten lässt und ausbeutet. COR sind klar strukturiert, die Songs sind volle Pulle HC ("Ihr auch", "Business"), machen keine Gefangenen, sehen sich nach Ausbruch, orkanartigen Melodien, die bei hohen Wellengang für reichlich Turbulenzen sorgen ("P*P*P). Hier wird nicht ein Akkord verschwendet, um den Motor am Laufen zu halten. "Wer am Meer leben will, muss im Sturm bestehen!" Rustikale Poesie im Pantera-Style. Das beste COR-Album mit ungezügelter Wut, sich selbst und die Kraft auf neue, tiefere Weise wahrzunehmen, um mit der Kompetenz in der Sache dafür zu sorgen, dass am Ende alles gut wird!

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