(R)OHRPOST#12

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(R)OHRPOST#12

(R)OHRPOST#12
84  DIN-A-5-Seiten; 2,50.- €
T. Osterkamp-Koopmann, Am Schützenplatz 18a, 26409 Wittmund
rohrpostfanzine@yahoo.de
Torben hatte für diese Ausgabe beabsichtigt, einen Artikel über Inklusion innerhalb der Schulen zu schreiben, hat während der Recherche jedoch festgestellt, dass es sehr aufwändig ist, konkrete, "reale" Infos zu bekommen.

Des Weiteren hatte Torben die Idee, das Thema "Punk und Alkoholkonsum" zu erarbeiten, hat es aber nicht geschafft, doch zum Teil werden den InterviewpartnerInnen in diesem Heft diesbezüglich Fragen gestellt. Torben verzichtet in dieser Ausgabe auf seine lustigen Konzertberichte, weil seit der letzten Ausgabe einfach zu viele Konzerte/Veranstaltungen besucht wurden. Dennoch kommt Torben nicht umher, um einige Anekdoten niederzuschreiben oder seinen Unmut freien Lauf zu lassen, etwa, wenn er seine Erlebnisse im Umgang mit der Security (sic!) und dem Thekenpersonal im Lagerhaus Bremen schildert.
Maren berichtet von Alltagsrassismen in der Bäckerei und von Diskriminierung im Arzt-Patienten-Verhältnis. Nach einigen Infos beantwortet Martin von HIRNSÄULE in Etappen Fragen zu Musik und Texte. Martin muss das Interview aus persönlichen Gründen immer wieder abbrechen und antwortet zeitverzögert, wodurch manchmal auch die Aktualität leidet. Dann folgt ein 1:1 übernommenes Review von Elmar Vieregge (Endstation Rechts) zu Kein „Soldat wie andere auch“ – zur Biografie des KZ-Kommandanten und SS-Divisionskommandeurs Theodor Eicke, ohne dass Torben/Maren hier die Quelle nennen. Das finde ich ganz schön dreist. Vor allem erkennt mensch hier an der korrekten Rechtschreibung und dem  Schreibstil, dass Maren und Torben nicht für diesen Artikel verantwortlich sind. Gleiches gilt auch für die Vorstellung von Armin Pfhal-Traughber zu "Der antisemitische Sprachgebrauch der Gegenwart" (Quelle ebenfalls Endstation Rechts), die Torben/Maren erneut 1:1 aus dem Internet übernehmen. Warum wird das Buch nicht selbst gelesen und rezensiert? Dafür ist ein Fanzine doch auch da?! Wenn die Infos einfach per paste&cut übernommen/verwendet werden, dann ist das ein Vorwurf, für den sich Maren und Torben zu verantworten und zu erklären haben. Es verwundert mich nicht, dass es einen weiteren Artikel gibt, der dreist geklaut wurde: Der Artikel "Das kann kein Meer mehr schlucken: Unsere Ozeane versinken im Plastikmüll" ist von WWF übernommen, ohne dass Torben und Maren auch hier die Quelle und die verantwortliche Autorin (Stephanie Probst) aufführen. Dabei ist es sehr auffällig wie sich Torbens und Marens Schreibstil und die Rechtschreibung bei ihren eigenen "Sachen" gegenüber den geklauten Artikeln unterscheidet. Des Weiteren übernehmen beide in weiten Teilen den Wikipedia-Eintrag zu PUSSY RIOT, samt unterstrichenen Links zu bestimmten Wörtern. Ich bin fassungslos. Auch darüber, dass Torben und Maren sich noch nicht mal die Mühe machen, die Artikel umzuschreiben oder recherchieren und aus verschiedenen Quellen einen eigenständigen Artikel schreiben.

Gesamteindruck:

Ich kann hierüber nur den Kopf schütteln. Schade, echt schade. Wenn Torben und Maren schon so lange brauchen, um eine neue Ausgabe zu erarbeiten, dann aber bitte mit eigenverantwortlichen Artikeln. Die wenigen, die hier übrig bleiben, hätten mit Sicherheit keine neue Ausgabe gerechtfertigt . Insofern werden die Seiten mit Infos und geklauten Artikeln aufgefüllt. Der Sinn eines Fanzine besteht meiner Meinung nach darin, seine eigenen Gedanken zu verschriftlichen und für die Erarbeitung von Artikeln verschiedene Quellen zu nutzen, um hieraus einen eigenen Artikel zu verfassen, nicht aber, um fremde Artikel ohne Angaben der Quellen einfach 1:1 zu übernehmen. Torben/Maren werben ja auch im Untertitel zum Fanzine ("Gedanken, Meinungen und Spaß an der Freud") mit einem Leitziel, dass mit dieser Ausgabe absolut nicht erfüllt wird. Dabei gäbe es doch gute Ansätze (Inklusion, Alkoholkonsum), die Torben leider verworfen hat. Dafür hätte ich dann aber gerne noch etwas länger auf eine neue (R)OHRPOST-Ausgabe gewartet.

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