Beinahe stille Post

Der Mann faltete den mitgegebenen Zettel, zwei aneinandergetackerte A4-Blätter auseinander und reichte ihn der Frau.
Die Frau zog noch einmal an ihrer Zigarette, legte sie mit dem lippenstiftverschmierten Filter in den Ascher und las:


„Liebe Prostituierte,
da mein Mann schon seit längerer Zeit von hausfremden Muschis phantasiert und des Öfteren behauptet, das Leben hätte für ihn keinen Sinn mehr wenn er sich nur vorstellt oder daran denkt, daß er nie mehr eine andere Muschi zu Gesicht bekommen würde als meine, und dieser Hang zum Betrachten einer fremden Muschi sich mittlerweile sogar zu einem Zwang bei ihm auswächst, habe ich ihm jetzt gestattet, zu Ihnen zu gehen, damit er sich eine fremde Muschi anschauen kann!

Meine Bedingungen sind jedoch, daß er Sie nicht anfaßt, denn das wäre eine schlimme und unangenehme Vorstellung für mich! Desweiteren möchte ich nicht, daß Sie ihn anfassen!
Unter bestimmten Voraussetzungen, wenn es sich nach seinem Gucken so ergeben sollte, darf er Sie auch anpullern, jedoch Sie ihn nicht!
Des Weiteren dürfen Sie ihn, wenn Sie sich danach, ich meine nach seinem Gaffen oder Pinkeln, unwohl fühlen, erlaube ich Ihnen meinen Mann auf Distanz auszupeitschen. Ich weiß aus diversen Fernsehsendungen, daß Sie dementsprechendes Equipment dahaben. Sollten Sie ihm dabei die Hoden quetschen wollen, so dürfen Sie das tun, aber nur mit Handschuhen.
Ich weiß nicht, ob mein Mann auf Kackespiele empfänglich reagiert. Sollten Sie dies jedoch irgendwie anbei in Erfahrung bringen, so möchte ich, daß dieses Spiel nur einseitig praktiziert wird! Das heißt, nur mein Mann darf auf Sie kacken!
Sollte er bei all seinem Gucken die Kontrolle über sich verlieren und auf die Idee kommen, Sie anal befriedigen zu müssen, so gestatte ich ihm auch dieses, weil ich persönlich Analverkehr an mir nicht ausprobieren mag, jedoch nur unter der Bedingung, daß Sie ihm ihr Gesäß so hinhalten oder hinstrecken, daß er Sie nicht anfassen muß! Bitte denken Sie daran, falls es soweit kommt, daß Sie ihm mit Handschuhen ein unplatzbares Kondom überstreifen!
Sollte mein Mann bei all dem Geschehen jedoch selber und unbegreiflicherweise anal befriedigt werden wollen, so können Sie es bei ihm mit einem Dildo tun! Dieser Dildo muß natürlich sauber und keimfrei sein und darf nicht, von Ihnen umgeschnallt, bei meinem Mann eingeführt werden!
Daß mein Mann bei Ihnen und in Ihren Räumen gefesselt wird, das möchte ich nicht!
Desweiteren möchte ich nicht, daß mein Mann von Ihnen mit heißem beziehungsweise flüssigem Kerzenwachs bekleckert wird.
Auf keinen Fall darf mein Mann bei Ihnen Alkohol zu sich nehmen, da er seit nunmehr 12 Jahren trockener Alkoholiker ist! Ihnen darf er aber zwei Getränke spendieren! Jedoch nicht mit Ihnen an einer Bar stehen oder sitzen.
Bitte unterschreiben Sie diesen von mir an Sie gerichteten Brief, damit ich weiß, daß Sie ihn zur Kenntnis genommen haben! Gleichzeitig bitte ich Sie noch einmal darum, nur die von mir aufgeführten Leistungen zu vollziehen und nichts, was nicht in meinem Schreiben an Sie steht, hinzuzufügen.
In freundlichen Grüßen:
Die Frau dieses Mannes“

Die Frau langte nach ihrer runtergebrannten Zigarette, ließ sie gänzlich in den Ascher fallen, legte den umschlagfreien Brief auf einen winzigen Tisch. Der Brief der Frau fiel langsam zu Boden.
„Und was willst du jetzt wirklich?“ fragte sie den Mann.
„Alles was nicht auf den Zetteln steht“ antwortete er.
„Hast du was zu Schreiben da? Einen Kugelschreiber, oder so was?“ fragte sie ihn.
„Nee, seh ich vielleicht aus wie ein Schriftsteller?“
„Keine Ahnung, kann sein, aber mach dich erst mal unten frei, ich hol uns zwei Getränke.“

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