RENFIELD #30

RENFIELD #30
RENFIELD #30

RENFIELD #30
64 DIN-A-5 Seiten;
Renfield Zine, Tim Kegler, Magdalenenstr. 19, 10365 Berlin
renfield-fanzine.blogspot.de
Miron Zownir macht (verstörende) Milieu-Fotografien, schneidet am ersten Spielfilm, prognostiziert, dass "selbst das Establishment langsam kapiert, dass es keinen Weg an ihm vorbei gibt".
Joke Lanz spricht über Feiertage und menschliche Verhaltensweisen.
 Elias und Veit machen einen Cowboyfilm über ihre Band, probieren viel aus und haben kein Konzept.

Die Reviews sind falsch layoutet und können nicht zu Ende gelesen werden. Steve Gunn kenne ich nicht und mich interessiert auch nicht, was für ein Verhältnis er zu Jack Rose hatte. Houssam Hadame hat ein Hund namens Goldmann, ihm ist wichtig, dass "man der Wahrheit ins Auge sieht und es für das Quälen und Töten von Tieren - außer in Ausnahmefällen - keine Begründung gibt". Mich würden seine Ausnahmefälle schon interessieren. Abschließend werden ganz unterschiedliche Musikerinnen befragt, die Schlagzeug spielen. Katrin, Malwina, Johanna und Rachel schildern ihren musikalischen Werdegang und den Stellenwert als Musikerin in einer Band.

Gesamteindruck:

Zwischen Nonsens, Provo-Kunst und Underground-Literatur gibt es im aktuellen RENFEILD ein breit gefächertes Kulturprogramm jenseits aller Deutschpunk-Klischees. Es gibt eine große Bandbreite an Themenfelder aus den Bereichen Musik, Film, Kunst und Kultur. Das Ergebnis ist oft unterhaltsam (The story of Nitro&Milk), erfrischend anders ( Philipp Nussbaum trifft auf Joke Lanz) manchmal fragwürdig (Kleine Apothekentiere, Die Popkultur fragt), innovativ (Nitro&Milk, das Spiel als Gimmick in der Heftmitte) und spannend (Artikel über Frauen am Schlagzeug als kleines Schwerpunktthema mit Kurzbiographien und ihrem Stellenwert in der Band). RENFIELD ist ein konspiratives Kulturprojekt mit dem Fokus auf Berlin, das versucht, eigene Maßstäbe in der dogmatischen Fanzinewelt zu setzen und dabei Punk, Literatur, Kunst und Kultur zu vereinbaren und den Horizont zu erweitern. Eine radikale Kulturrevolution wird dabei nicht erreicht, denn auch im Renfield werden subjektiv ausgewählte InterviewpartnerInnen dokumentarisch begleitet, wenngleich mit anderen Vorsätzen und neuen Anreizen, die sich aus der Arbeitsweise ergeben.

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