GRIEVED - Grieved

GRIEVED - Grieved
GRIEVED - Grieved

GRIEVED

Grieved LP/CD
Prosthetic Records
Der Sound brummt düster in dunklen Moll-Tönen und manifestiert etwas Böses, das sich schleichend ausbreitet. Songs wie "June 22" demonstrieren erneut die Symbiose aus rohen Dark mid-tempo HC-Geschossen und Doom-Schwernis, die sich langsam aufbaut und dann aggressiv implodiert, um die Riffs auszudehnen und am langen Arm verhungern zu lassen ("Drain").

Ein langgezogener Ton, der Unheil verkündet und alles in ein schwarzes Loch zieht wie ein Sog aus Destruktivität, Depression, Schmerz und Leid. Und dann gibt es mit "Losing touch" auch mal eine kräftige Schippe straighten HC, der basslastig dröhnt und ordentlich wummert, bis es zum Ende hin wieder mit einem Doom-Faktor besiegelt wird. Insbesondere durch schwere, langsame Gitarrenriffs entwickelt sich eine Grundstimmung, die geprägt ist von Melancholie, Trauer, Endzeitstimmung, Sehnsucht, Verzweiflung und Tod. Das ist ein Spagat zwischen Mosh und (Selbst-)Mordfantasien, die immer wieder aufblitzen, etwa im Opener  "Opaque": "No faith, no choice. A pain so deep,that it strikes the bones(...)There’s no way out". Das ist schwere Kost, die erst einmal verdaut werden muss. GRIEVED arrangieren ein komplexes, tiefergehendes Soundgerüst, das ein innerlich aufwühlendes, zerrissenes Klangbild charakterisiert und suggeriert: Mit dir stirbt auch die Welt!

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