LIRR. - Ritual

LIRR. - Ritual
LIRR. - Ritual

LIRR.

Ritual EP
Through Love Records / Broken Silence
Erst flau, dann stürmisch. LIRR. machen es mit Gefühl und lautmalen eine atmosphärische Klanglandschaft, die geprägt ist von ausufernden instrumentalen Passagen, die Noise, Melancholie und Leidenschaft als Rüstzeug für ein brachial-uneinheitliches Soundgerüst verknüpfen.

Darauf aufbauend sind stets lange Passagen, in denen Ruhe und Besonnenheit einkehrt, in denen Rückkopplungen verschwinden und mensch eintaucht in begehrenswerte Ausdrucksformen, die das Klangbild prägt, das perfekt harmoniert mit Krach und Feingefühl, das atmet und helle Klangfarben benutzt. Teeth, Skin, Floor und Tongue ergeben ein aufwühlendes Gesamtbild, ein Schnappschuss, ein mit viel Mühe losgerissener Gedanke, der zu keinem Ton langweilig ist, weil die Struktur variabel und flexibel ist. Einzig das Gitarrenspiel hat wiedererkennbare Muster, etwa wenn sehr schnelle lange Takte gespielt werden und ein und derselbe Ton wiederholt wird. Ritual ist bauchige Musik wie ein offener Wein, der lange reift, aber erst mal geöffnet, etwas atmen muss.

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