Kamikaze Girls - Sad

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Kamikaze Girls - Sad

Kamikaze Girls

Sad
Bearded Punk
Das Duo aus London/Leeds, Sängerin und Gitarristin Lucinda Livingstone und Schlagzeuger Conor Dawson möchten mit ihrer kraftvollen, dynamischen Energie andere jüngere Menschen dazu zu motivieren, Geschlechterrollen zu überdenken und Stereotypen zu überwinden.

Dafür kann eine Band wie KAMIKAZE GIRLS ganz wichtig sein und Pionierarbeit leisten. Angelehnt am 90er Riot Grrrl-Sound wie BIKINI KILL, L7 und SLEATER KINNEY, von denen sich das Duo inspiriert fühlt. Lucinda betreibt mit anderen auch das LADYFUZZ-Zine, was mehr ein Netzwerk mit verschiedenen Ressourcen ist. So gibt es neben dem Zine auch ein Distro, ein Label und diverse Aktionen und Beteiligungen mit Illustrationen am Ladyfest Manchester. Insofern ist KAMKIKAZE GIRLS eine Fortführung dessen, was Lucinda und auch Conor als feministische Punkband unter DIY-Ethik, politischem Aktivismus und Riot Grrrl verstehen. Eine Plattform bieten, sich austauschen, vernetzen und sich selbst verwirklichen und ausdrücken. Im Wesentlichen kann mensch den Begriff Fuzzrock auch auf KAMIKAZE GIRLS anwenden. Denn die schroffen Riffs mit Fuzz und Grunge-Elementen wirken wie  ein ungefilterter Katalysator, als inspirierende, sprudelnde Quelle. In dem rohen Klima gibt es aber auch wunderschöne ästhetische Komponente, wenn Lucinda mit ihrer verträumter Stimme ("Stitches") das Bollwerk aus Dreck, Krach und Stromwellen durchdringt. Die verstörenden Texte greifen Selbstverletzung, Schmerz, Liebe auf und erzählen über Verhaltensweisen und Bilder, die im Kopf entstehen und den Verstand rauben. Im Bonus-Song "Tonic Youth" wechseln Wave-Klänge mit krachenden Riffs ab und erzeugen eine intensive Wechselwirkung zwischen Fragilität und Gewalt. KAMIKAZE GIRLS legen ihre Ängste und Unsicherheiten offen und laden herzlich dazu ein, es ihnen gleichzutun. Denn nur wer seine Ängste, Unsicherheiten offenbart, kann daraus gestärkt hervorgehen, weil "Angst kein Mangel ist, sondern ein Ausdruck für die Vollkommenheit der Natur" (Kierkegaard). "Sad" ist Ausdruck von Melancholie, Besessenheit und Aufbegehren und wirkt wie ein unkontrollierter Intervall der Emotionen.

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