Im Hamsterrad der Katastrophen

Na, heute auch schon den neuesten Bauplan für den privaten Bunker gekauft? Oder vielleicht schon vor dem Discounter übernachtet und Lebensmittel für den Notfall gekauft?

Im neuen Zivilschutzkonzept der Bundesregierung heißt es konkret:
"Bürger werden angehalten, sich einen individuellen Vorrat an Lebensmitteln für einen Zeitraum von zehn Tagen anzulegen".
Aufgelistet sind z.B. Sauerkraut und saure Gurken, Rosinen, Bockwürstchen, Eier, Kerzen, Unterwäsche.
Dabei ist doch draußen Sommerhoch "Gerd" am Brüten, und ich habe eigentlich gar keine Lust, mich mit anderen Paranoiden im Supermarkt, Baumarkt um den letzten vorrätigen Artikel zu streiten, prügeln. Da fahre ich liebe an den Baggersee oder bleibe im Haus wegen den Ozonwerten und lege mir eine Fettreserve an. Chips und Nüsse sind immer da, ich bin doch nicht blöd. Und überhaupt, die Katastrophen sind doch schon lange da. Hausgemachte Probleme sorgen für Unruhen an den Börsen, für Nachbarschaftsstreit um das Hecken schneiden und Rasen mähen. Folge: Freundschaften werden gekündigt, Bankkonten auch. Mich würde es nicht wundern, wenn sich die AfD diese Probleme in die Agenda schreibt, um dann mit Bildern wie leere Einkaufswagen und die Bildunterschrift: "Heute regiert uns der Hunger und morgen die ganze Welt!" Populismus zu betreiben, wie wir es von der Partei gewohnt sind. Dabei kann mensch sich ja an alles gewöhnen. Auch an Doofheit. Doch die Schonzeit ist vorbei, denkt bitte daran. Wenn es nachts an der Türe klopft, dann kann es der Katastrophenschutzbeauftragte sein, der unangemeldet vorbeischaut, um mit dir die Checkliste durchzudrehen. Bei Zuwiderhandlung und mangelnder Kooperation wirst du der erste sein, der/die auf die Straße geschickt wird, wenn der Ernstfall droht. Happy Apokalypse!

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