PWR BTTM - Ugly Cherries

PWR BTTM - Ugly Cherries
PWR BTTM - Ugly Cherries

PWR BTTM

Ugly Cherries LP/MC/digital
Big Scary Monsters/Alive
PWR BTTM ist ein Duo, das mit "Ugly Cherries" ein krachendes Garagen-Punk-Album eingespielt hat. Gitarrist Ben Hopkins und Schlagzeuger Liv Bruce entwickeln eine Dynamik und machen in der Regel einfache, laute Musik, die aus der Klangwerkstatt ertönt. Teilweise chaotische Strukturen und manchmal graziöses Geschepper zwischen Grunge, Pop und Garage, die die anspruchsvollen Aussagen und Inhalte verstärkt, was es bedeutet, jung, queer, verwirrt zu sein und irgendwie zu spüren, anders als die anderen zu sein.

Dazu passt der Song "Projection", in dem es darum geht, sich in seiner Haut nicht wohl zu fühlen und von anderen fremddefiniert zu werden, weil sie mit deiner Auffassung nach einer eigenen Identität nicht einverstanden sind. Es ist auch ein Fuck you-Song, der das Queer sein als ein politisches Statement nutzt. Das beeindruckende Debüt hat 2-Minuten Rave-Ups über Jungen in denen Bruce eine Liste der Bedürfnisse nach potentiellen Partnern rezitiert: "I want a boy who thinks it’s sexy when my lipstick bleeds/ I want a boy who can go all night without stopping/ I want a boy knows exactly what he needs"; I wanna boi. Dazu gibt es ein rudimentäres stampfendes Gitarren-Drum-Spiel. Erstaunlich, wie viele dynamische Melodien das Duo entwickelt und den Laut-Leise-Modus ausnutzt. Das ist so aufregend und schweißtreibend, dass das Make-Up verschmiert. "Ugly cherries" ist kein süßes oder einfaches Album, es ist an die Queer-identifizierte AdressatInnen gerichtet, die ihre Ängste und Schwächen aufgreift. Die Welt ist nicht immer deine*e Freund*in: "I found out people aren’t that mean but it still feels like they're laughing at me/ When they're just saying hello." Und so musst du immer noch einen (hohen) Preis zahlen, wenn du in der Öffentlichkeit einfach du selbst sein willst. "Why are you so handsome, gaymazing, and nice?" Es ist genau die richtige Art, in einer nicht-ironischen Weise Fragen zu stellen und ein bißchen den Geschmack von Ugly cherries lautzumalen. Eine Queer-Rock-Platte, eingängig und openminded mit viel Humor und Tiefgang, was sich überhaupt nicht ausschließt. Im Gegenteil...

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