NOISY NEIGHBOURS #42

NOISY NEIGHBOURS #42
NOISY NEIGHBOURS #42

NOISY NEIGHBOURS #42
60 DIN A 4 Seiten; €1,50.-
N.N., Carsten Collenbusch, Frieslandring 3, 53844 Troidorf
www.noisy-neighbours.com
Keule erklärt kurz und knapp, warum das N.N. soooo lange nicht erschienen ist. Nun ist die Kaffee- und Teepause wie auch der kalte Krieg vorbei und die Zeichen stehen auf Review-Flut. Zwischen den vielen, vielen Tonträger-Reviews, die sich in der redaktionellen Abwesenheit zu einem Stapel, groß wie der Burj Khalifa, aufgetürmt haben.

Darüber hinaus gibt es auch viele ausführlich und kompetente geschriebene Film-Reviews und auch Andraasch schaut desöfteren in die Gayglotze und erlebt cineastischen Kaiserschmarrn oder ein cineastisches Blutbad, aber viel öfter sehens- und lohnenswerte Filme.
Neben der Flut an Rezis gibt es auch Interviews. Thomas Barth ist Inhaber und Geschäftsführer der "Mondbasis Hamburg". Die Mitarbeiter des Labels sind leidenschaftliche IdealistInnen. Thomas schildert die Geschäftspolitik und gibt Einblicke in Produktion und gibt Tipps für jungen KünstlerInnen.

CITY LIGHT THIEF sehen sich als Band in einer Größenordnung, "dass wir zwar Leute haben, die sich für uns und unsere Musik interessieren, wir aber einen überschaubare Anzahl an Hörern haben, dass wir Angst haben, sie wieder zu verlieren." MOTHERS CAKE versuchen ihren eigenen Stil zu entwickeln und sich von den Referenznamen Red Hot Chili Ppers, Jimi Hendrix und Cream zu lösen. Jan verlässt sich auf das Gerüst und Yves übergibt live auch schon mal dem Publikum seine Gitarre, wobei das Gefühl entsteht, "wo man nur allein durch die Anwesenheit hätte high werden können."
Das Label Pork Pie wird vorgestellt, Matzge reflektiert Flops und Tops und spricht über aktuelle Releases.

Gesamteindruck:

Nach der Pause kommt das aktuelle N.N. daher wie eine Review-Magazin und etwas Zeitgeist zum Aufwärmen. Aufgewärmt sind die Tonträger-Rezis, wo ich mich ernsthaft frage, warum diesen dermaßen viel Platz im Magazin, zu lasten von Artikeln und Interviews, die in der hier vorgestellten Art und Weise sehr verkürzt und beiläufig präsentiert werden, eingeräumt worden ist. Dafür ist die krude Mischung und die Auswahl an Interview-Partnern erstaunlich vielseitig. Doch wie bereits erwähnt leidet die Qualität an zumeist oberflächlichen Fragen, die sich um Produktion und Geschäftspolitik drehen. Mein Tipp: Mehr real life und weniger Technik, dann klappt's auch mit dem Spaß an der redaktionellen Arbeit.

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