ASIMATRIX - s/t

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ASIMATRIX

s/t LP
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Sind wir nicht alle Versuchsobjekte? Wir probieren aus, schaffen uns (unnötige) Dinge an, die wir gar nicht brauchen, aber unsere Langeweile kompensieren, lassen uns beeinflussen und verführen von Menschen, denen einziger Auftrag darin besteht, uns "glücklich" zu machen. ASIMATRIX haben das Gesicht der Heiterkeit abgelegt und schauen in den Spiegel unserer Zeit.

Die verzerrte Fratze ist indes nicht das Ende der Menschheit, die eingeleitete Apokalypse oder der Schmelztiegel von Ignoranz, Hass und Gewalt. Aber bietet durchaus berechtigte Zweifel an leere Versprechungen und Pseudo-Verbindlichkeiten. Wachsam, hinterfragend, zweifelnd. ASIMATRIX erzeugen ein düsteres Klangbild, das ungestüm, manchmal auch ungelenk mit Ach und Krach gelautmalt wird, entwickelt einen anarchischen Charme, ein konsequentes Zusammenwirken aus Frustration, Phantasielosigkeit und der Grundidee, deine Widersprüche und Ausreden zu diskreditieren. Kein Platz für Wohlfühl-Lügen und Komfortzonen. PolitikerInnen nehmen sich Auszeiten, während die Demokratie in Schutt und Trümmern liegt. Lifestyle-BloggerInnn geben Beauty-Tipps und in deinem Viertel werden Menschen aus ihren Wohnungen vertrieben.  Jedes soziale Problem wird auch zu einer persönlichen Frage. "Miese Zeiten kommen und gehen!" ASIMATRIX lautmalen in ihrer musikalischen Agenda eine nihilistische Perspektive, wohlwissend, dass dem Leben mit einem Lächeln begegnen auch nichts ändert. "Fuck the police!" Punk als einzige Option, die Welt zu verändern oder zumindest davon überzeugt zu sein, dass irgendjemand oder etwas schuld sein muss, dein Leben ruiniert zu haben. Aber auch danach streben, Teil einer Gemeinschaft mit gemeinsamen Zielen zu sein, wobei gegenseitige Unterstützung ganz oben steht und ein alternatives Gesellschaftsmodell aufzubauen. Die ängstliche Jugend scheint die Wahl zu haben zwischen verzweifeltem Narzissmus und niederschmetterndem Elend. Was ist besser? Lasst uns nicht gegenseitig fertig machen, sondern endlich anfangen, nicht länger auf das Ende des Patriarchats und die Zerstörung des Kapitals zu warten, sondern den Scherbenhaufen aufzufegen und das Überleben in einer unmenschlichen Welt mit Mitgefühl, Selbstliebe und Kreativität lebenswerter zu machen. Keine Zeit für Illusionen!

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