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Es gibt keine Harmonie!

Eine philosophische Betrachtung
Was mir im Allgemeinen auffällt, ist eine zunehmende Skepsis und Zweitracht in unserer Gesellschaft, die ich im Allgemeinen im öffentlichen Raum beobachte und im Speziellen auch erlebe. Vorbei das Klischee von der göttlichen Ruhe und dem pantheistischen Urfrieden, die gesunde Weltharmonie liegt darnieder. Das Jahr beginnt wie es aufgehört hat. Im Gedächtnis der täglichen und vergänglichen Alltagsnotizen bleiben ebenjene negative Eigenschaften kleben, dass sich hieraus Verhaltensweisen bilden und Bilder manifestieren, die einer Apokalypse (oder Tragödie) gleichen. Es scheint nur darum zu gehen, dass mensch bemüht ist, anderen zu schaden, ja sogar auf- und angeheizt ist, sich bis aufs Blut zu reizen.


"When Mexico sends its people, they're not sending their best; they're not sending you.". "They're sending people that have lots of problems, and they're bringing those problems with us. They're bringing drugs. They're bringing crime. They're rapists. And some, I assume, are good people."

Donald Trump


Ein Initiator des Unfriedens...

Donald Trump.Reuters/Dominick Reuter
Donald Trump.Reuters/Dominick Reuter

Der zwischenmenschliche Ton wird rauer, Skepsis, Angst und Zweifel bleiben bestehen. Egal ob im Dschungelcamp, im Flüchtlingscamp oder im Weißen Haus. Wo hie und da glühender Enthusiasmus ausbricht, beginnt woanders die apollinische Ernüchterung. Keine Einheit bilden, sondern Zwietracht säen und Vernichten, Schaffen und Zerstören und dahinter die Suche nach Schönheit, Glücksmomente, die mehr und mehr Misstöne weichen wie der Weltwille unheilvoll mit sich zerfallen ist. Die ziellose wie auch zielgerichtete Brutalität, Aggressivität und Gewalt hat dämonische Züge, weil die PopulistInnen und DemagogInnen ihrerseits zwielichtige Initiatoren hervorbringen, die den grausigen (Über)Lebenskampf promoten, Hass und Ängste schüren, gleichzeitig aber als HeilsbringerInnen aufspielen.

Was macht den Menschen eigentlich aus?
Es gibt nur noch Variationen von Chaos, Unberechenbarkeit und Hilflosigkeit. Eine Entscheidung für etwas wird umlauert von KadaverjägerInnen, um ihre finstere Vorstellungen zu inszenieren.
Das Gesellschafts-System wird zu einem Glaubenssystem der Extreme. Keine Ordnung, keine praktische Orientierung. Der Zweifel ist ein Begleiter, der unsere Entscheidungen in vielen Dingen erschwert. „Soll ich“ oder „soll ich nicht“, „kann ich“ oder „kann ich nicht“ ist dies „vernünftig“ oder „unvernünftig“? Gerade die Skepsis, die manchmal ja auch wirklich angebracht scheint, ist aber auch sehr oft eine Verhindererin und eine „Ausredenlieferantin“, gewisse Dinge nicht zu tun.
So bleiben wir in einer Warteschleife und verpassen die Chance, endlich zu tun, was uns aus unerfindlichen Gründen nicht möglich war. Und wann machen wir uns auf die Suche nach dem Glück, dem wir selbst die Pforten verschlossen haben? Manchmal macht es Sinn, einfach mal im Bett zu bleiben...

 

Die Weltrevolution muss warten. JohnLennon und Yoko Ono bleiben im Bett
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