Enemy Mind - No Safe Place

Enemy Mind - No Safe Place
Enemy Mind - No Safe Place

Enemy Mind

No Safe Place LP/CD
BDHW Records
Schnauze voll! Morgens aufstehen und zu wissen, all good times gone. Da möchte mensch lieber liegen bleiben. No love, no peace, no hope, no trust! Wenn nichts mehr wichtig ist, nichts mehr zählt, was bleibt dann noch? Aufgeben? Suizid?

Enemy Mind wecken nicht nur die inneren bösen Dämonen, nein, sie scheinen selbst Schädel und Knochen zu brechen, denn der Tech-Groove-Death-Metal ertönt wie eine krankhafte aggressive Episode, die unterdrückt, wozu mensch eigentlich imstande ist. Die Fähigkeit, sich von seinen eigenen Präsuppositionen, seinen impliziten Voraussetzungen und falschen Vorurteilen, seinen Fehlprogrammierungen selbst befreien zu können, was wiederum Reflexionsvermögen voraussetzt. "You gonna learn shut up and mind your business!" Von wem willst du also Hilfe erwarten, wenn du dir nicht selber helfen kannst? "No safe place" bietet - nomen est omen - keinen Schutzraum, sondern skizziert die menschliche Apokalypse, die destruktiven und nihilistischen Werte. Normalerweise glaubt ein Volk an seine eigene Moral als eine gegebene Wahrheit.
ENEMY MIND nimmt die Glaubwürdigkeit der Moral und ersetzt sie durch Fragwürdigkeit. Mit einem gutturalen Gesang und erstaunlich wenig Metal inside, werden die musikalischen Strukturen in einem Groove-Rhythmus geebnet, der dunkel und pulsierend ist. Musik gilt hier nicht als Ausdruck von Lebenslust und Lebensgier, sondern von brutaler Vernichtung und Selbstaufgabe!

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