THE RACKET - Faded days/Don't know what to say

THE RACKET - Faded days/Don't know what to say
THE RACKET - Faded days/Don't know what to say

THE RACKET

Faded days/Don't know what to say 7"
Klee Music/Plastic Head Music
THE RACKET servieren einen nöligen, melodischen Punkrock Sound, der zusätzlich mit 60's Garage und Power-Pop angeheizt wird. Die beiden Songs sind eine coole Referenz an Bands wie The Sex Pistols, The Stone Roses, The Stooges oder The Libertines.

Der ständige Backing-Chor begleitet Callums verwaschenen-nuscheligen Gesang (ihm scheinen ein paar Zähne zu fehlen), der den Widnes-Slang aus dem Nord-Westen Englands mit einem gelassen-gelangweilten Unterton akzentuiert. Das spiegelt auch den Inhalt wider, die Langweile im Alltag, die Sackgassen, die Monotonie der Brexit-Generation, die in den Pubs abhängt, dartet, Bier trinkt, die sich entfremdet und enttäuscht darauf reagiert, immer nur nach den (politischen) Entscheidungen anderer zu leben. So handelt Faded days dann auch von der sozialen Abhängigkeit, dem Buckeln vorm Chef, Typen im Anzug. Die Arbeit wird mit wenig Geld entlohnt, während mensch den Chef und die Arbeit hasst und eigentlich nur abhauen will: Minimum wage and minimum effort/ We’re not alone in this desert. Meckern, am Wochenede eine gute Zeit haben und Montag Morgen geht der Mist wieder von vorne los. Ab ins Hamsterrad und funktionieren.
Don't know what to say ist ebenso eine musikalische Quintessenz aus Sex Pistols und den frühen THE CLASH, die die Riots aufgrund der sozialen Unruhen miterlebt und geprägt haben, während THE RACKET ebenfalls ihre Frustration gegenüber der sozialen, ökonomischen und politischen Situation Ausdruck verleihen. Im Ergebnis wirken die beiden Songs weniger wutentbrannt oder hasserfüllt, sondern neigen zu Ironie und dem Hang zur Selbstaufgabe, aber mit authentischem Stil und viel Melodie, um sich vielleicht etwas besser zu fühlen.

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