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WORRIERS - Survival Pop

WORRIERS - Survival Pop
WORRIERS - Survival Pop

WORRIERS

Survival Pop
Side One Dummy Records
Träume, Bilder, Vorstellungen von Werten und Wahrheiten zerbrechen - manchmal in einem wütenden Sturm, manchmal in einem langen Ermüdungsprozess.

 “I wrote the majority of the songs on this record thinking about what past versions of myself would’ve needed or been listening to at different points in my life,” erklärt Worriers’ Lauren Denitizio. Lauren glänzt auf dem Album mit einer emotionalen Aufbereitung ihrer Lebensprobleme: Not-Operationen am offenen Herzen im Alter von 25 Jahren, ihr queeres Coming-Out, der Verlust guter Freunde durch Selbstmord...
Mit dieser schonungslos ehrlichen Reflexion ist es allein dem Grundgedanken geschuldet, eigene Denkprozesse zu analysieren und eigenverantwortlich zu handeln. Open mind, open heart. Es geht Lauren aber nicht darum, neagtive Erfahrungen als Misserfolg zu bewerten, sondern die durchaus schmerzhaften Erfahrungen als Chance anzusehen. Auf zu neuen Ufern. Vielleicht ist die Sache aber auch noch komplexer. Laurens fragile Stimme wird zusehends kraftvoller und "Future me" ist ganz schön punky. "Here I am, future me!" Texte wie ein offener Brief und Musik  die nicht untermalt, sondern begleitet und verstärkt. "Self Esteemed" ist ebenfalls eine Symbiose aus Wut und Schmerz, tolles Drumming und straight serviert. Auch "No thanks" ist more punk than Pop, die Energie ist brachial und aufrührerisch. Ansonsten ist der Survival Pop gespickt von Energie, leicht und und zärtlich, verträumt aber auch selbstbewusst. "Du siehst, dass es mir gut geht. Mein Schmerz, meine Kämpfe, meine Fragen sind nicht, was mich definieren. Du siehst, dass ich durch diese rauen, schweren Zeiten gehe, und du weißt, dass ich stärker, schlauer und selbstbewusster als je zuvor daraus hervorkomme." So in etwa würde ich Laurens Gedankenwelt beschreiben. Und Survival Pop klingt wie aus einem Guss, ist minimalistisch, melodisch und etwas verträumt. Die arbeitsintensive Herangehensweise hat sich positiv auf das Musik machen ausgewirkt, denn Lauren arbeitete und lebte für mehr als zwei Wochen neben Lou Hanman (Gitarre), Mikey Erg (Schlagzeug), Nick Psillas (Bass) und John McLean (Gitarre). Dafür ist das Album mit seinen Kompositionen ein Manifest für das Zerbrechliche, das Schöne und Hoffnungsvolle. Tanzbar, nachdenklich und stimmungsvoll!

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