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TERRORGRUPPE - Superblechdose

TERRORGRUPPE - Superblechdose
TERRORGRUPPE - Superblechdose

TERRORGRUPPE

Superblechdose Do-LP/Do-CD/Box-Set
Destiny Records
Die Band mit dem gefährlichsten Bandnamen der Welt evaluieren mit ihrer musikalischen Terrorzelle den Sound für die nächste Evolutionsstufe. Mc Motherfucker und Johnny Bottrop fluchen, pöbeln, drohen, stiften zu Gewalttaten an, intrigieren und verbreiten moralphilosophischer Positionen.

Die Gesellschaft ist halt schuld. Es fehlt ihr an Liebe und Halt. Diese Ideale werden von der TERRORGRUPPE propagiert. Während andere Anerkennung im Dschihad holen, finden die underdogs der Gesellschaft ihren Trost in der Motz- und Trotzkultur der TG. Hier gibt es noch Feindbilder, für die es sich lohnt, sich über sie lustig zu machen. Die CSU, die Koksschlampe, die Gesellschaft, die Bundeswehr, dein Chef, die Kelly family, Ernst-August, Nazis im Haus...Und so fühlen sich die underdogs zwischen Aggression und Anerkennung pudelwohl im Pogo-Mob, der von Mc Motherfucker und Johnny angestachelt und eingeheizt wird. Im fetten Sound sorgen Ansagen und Songs dafür, dass Bedürfniskategorien kompensiert werden. Der Mob wird mit offenen Armen aufgenommen, angespuckt oder beschimpft. Das läuft natürlich nicht von Heute auf Morgen, sondern ist ein Prozess, den die TG mit ihrem Aggropop entwickeln musste. Es ist ein Prozess, der auch heute noch Menschen glücklich macht oder aufregt.  Menschen, die endlich Freund und Bestätigung finden. Die sich vom Elternhaus, von der Arbeit, von Opa und dem Russenhitler verabschieden, distanzieren und abgrenzen. Mit dieser Spielart und -weise nimmt die Terrorgefahr von unten zu, es besteht sogar die Möglichkeit einer Radikalisierung. In erstaunlicher Offenheit und einer großen Spielfreude heraus hat die TG mittlerweile einen Status inne, der ihnen Macht und Anerkennung bietet. Bekannt zu sein, zum Teil bewundert zu werden, eine Fangemeinde zu haben, das ist berauschend. Und selbst wenn sich Mc Motherfucker und Johnny wie Arschlöcher benehmen, ist es doch genau das, was das gemeine Fußvolk hören will. Punk braucht eben das Gefühl, wichtig zu sein und der banale, zwischenmenschliche Alltag spricht davon Bände.

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