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The Adicts - And it was so

The Adicts - And it was so
The Adicts - And it was so

The Adicts

And it was so LP/CD
Arising Empire / Nuclear Blast / Warner
Die nimmermüden Droogs haben es also endlich geschafft und ein Album eingespielt, bei dem sie aufs Gefühl achten.

Das bedeutet, dass THE ADCITS ihre Songs, bevor sie ins Studio gingen, nicht endlos geprobt hatten, sondern so gespielt haben dass auch Zeit für Improvisationen und Spontaneität bliebt. Und so ist "and it was so" vielleicht die 1. Platte, die so authentisch wie möglich ist und der Albumtitel auch ein Stetment ist: Wir sind, wie und wer wir sind! Ein biografisches Album, das immer noch einen starken Clockwork-Bezug aufweist und ein bisschen Horrorshow einbringt ("Talking shit"). Musik wie aus der Korova Milchba. Der Mensch ist ein Mikrokosmos, er ist ein Gewächs, organisch wie eine Frucht, er hat Farbe, Zerbrechlichkeit und Süße. Ihn zu manipulieren, zu konditionieren, bedeutet ihn in ein mechanisches Objekt zu verwandeln. So lebt der Clockwork Orange-Zeitgeist auch in "Fucked up world" lebt der Streetpunk-Geist auf und thematisiert politische Themen wie Manipulation und Gehirnwäsche durch Politiker, skrupellose Geschäftemacher. Dass die 4 Gründungsmitglieder mittlerweile 42 Jahre zusammen durch dick und dünn gehen. Und so erklingen Songs wie "Gimme something to do" wie ein zeitloser eingängiger Smasher, der tolle Melodien, einprägsame Gesangslinien im Gepäck hat. Zwischendurch geht es sehr rockig zu, aber THE ADICTS kriegen immer wieder die kurve und haben wunderbare Pogo-Songs wie "I wanna be" arrangiert, die einfach neben der surrealen Plastikwelt schmutzige Geschichten erzählen und einfach Lust machen, nachts durch die Straßen zu ziehen und Ärger suchen. THE ADICTS 2017 haben ihre eigene Kultur gefunden. "And it was so" hat viele Referenzen an Clockwork Orange, der erschreckenderweise immer noch einen aktuellen Bezug aufweist. Jede Institution tut das aus ihrer Sicht moralisch Richtige, verfolgt dabei aber stets nur die eigenen Interessen auf Kosten des Individuums. Und so ist das heutige "Fucked up world" das gestrige "Viva la revolution".

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