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VLIMMER - llllllll / lllllllll

VLIMMER - llllllll / lllllllll
VLIMMER - llllllll / lllllllll

VLIMMER

llllllll / lllllllll Do-EP
Vlimmer Records
Vlimmer hat mit dem Erscheinen der neuen Doppel-EP „IIIIIIII / IIIIIIIII“ die Hälfte seiner 18-EP-Serie hinter sich. Alexander seziert mit diesen beiden EP's musikalische Klangarten wie Drone, EBM, Industrial und HC-Dancefloor.

Immer wieder aber skizziert Alexander apokalyptische, surreale Klangbilder, die Angst, Gewalt, Visionen und eine zukunftsweisende Gestaltungskraft transportieren. So schroff und (unter)kühl(t) die Atmosphäre auch überwiegt, so produktiv ist die detaillierte Schilderung seiner Motive für die jeweiligen Lieder, die stets eine deutlich spürbare Melancholie umhüllt. Selbst beim melodischen Dancefloor-Sound in "Schwerelosigkeit" empfinde ich die Klangumgebung als bedrohlich, beängstigend, ohne dass Alexander ein aggressives Muster aufbaut. Diese Gefühle sind unterschwellig und führen auf die Klangtöne zurück, die die Zwischentöne, den Perspektivwechsel, relativierende Überlegungen auslösen. Lange schwebende Passagen und tiefe Ohnmacht, sensible instinktiv negative Gefühle und Alexanders monotone Stimme, die die Worte wie in einem Schauermärchen lautmalen, besitzen einen tiefenpsychologischen, psychosozialen Charakter, der das Konzept der spiegelbildlichen Gestaltung der eigenen Gefühle umsetzt und somit die Wahrnehmung schärft, die an der realen Existenz gebunden ist und womöglich zu entgleiten droht.
Die EP endet mit dem langsamen „Ohnmacht“ und einem gesampelten Kosakenchor. VLIMMER hat eine vielfältige Klangkulisse produziert, in der jegliche innere Sicherheit aufgegeben wird, sich schier auflöst und das innere Selbstvertrauen herausfordert.

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