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Das saubere Image vom dreckigen Geschäft

Nichtmenschliche Lebewesen sterben in Laboren, Pharmakonzerne verabreichen ProbandInnen ihre Pillen, bevor sie auf den Markt kommen. Und jüngst haben LobbyistInnen der Autoindustrie zehn Affen an Auspuffrohre angeschlossen und zwei Dutzend Menschen Stickstoffdioxid verabreicht. Um zu beweisen, dass Diesel und letztendlich Autos "sauber" sind.

Ein Argument für Diesel-Kraftstoff finden, das aussagt: "Seht her, wir haben Affen Abgase einatmen lassen und die sind noch gesund. Es ist also ungefährlich!" Dahintert steckt natürlich Kalkül und Profitgier. Denn was wir von der "Umweltprämie" gelernt haben, ist, dass wer sein altes Auto in Zahlung gibt und dafür ein neues Auto kauft, tut was für die Umwelt.
Bevor Gesetze LobbyistInnen und PR-Kampagnen in die Schranken wiesen, hatten sie Narrenfreiheit. So kam ein Bericht im Januar 1964 zum Ergebnis, dass Rauchen das Krebsrisiko erhöht. Das Risiko, an Lungentumoren zu sterben, sei fast elfmal höher sei als bei NichtraucherInnen. Zuvor hatten Werbekampagnen suggeriert, dass Rauchen schlank mache: "Wenn Sie versucht sind, sich den Bauch vollzuschlagen - greifen Sie lieber zu einer Lucky." (Lucky Strike).
Cola-Hersteller empfahlen ihre koffeinhaltigen Zuckerwasser als hervorragende Krankenkost. Andere Limohersteller prahlten damit, ihr Erfrischungsgetränk würde Kinder und Erwachsene "fett wie Schweine" machen. Und harte Drogen wie Kokain, Methamphetamin und sogar Heroin wurden noch als harmlose Medikamente für Groß und Klein angepriesen.
Es gilt also, ein Produkt sauber, gesundheitlich unbedenklich und für alle verträglich zu verkaufen. Dafür verantwortlich sind pseudowissenschaftliche Studien, die eigentlich nur das eigentliche festgelegte Image der HerstellerInnen repräsentieren und belegen sollen. Im Sinne der Autokonzerne wurde nicht geforscht, um die Wirksamkeit einer Erfindung zu prüfen. Sondern um pseudowissenschaftliche Argumente zu liefern, warum die Autobauer nicht mitverantwortlich für massive öffentliche Gesundheitsgefahren sind.
Nichtmenschliche Tiere werden täglich geschreddert, getötet und gequält. JedeR weiß das. Doch kaum jemensch will sich damit auseinandersetzen. Wer was tut, wer also rein geht in die Labore und Tiere befreit, macht sich strafbar, wird kriminalisiert. Wer also verantwortungsbewusst handelt und für das Leben und die Freiheit aller kämpft, wird kriminalisiert. Wer die Verantwortungslosigkeit entlarvt und öffentlich macht, wird also nicht ungestraft davon kommen. Im Gegensatz zu den "Versuchskaninchen", die sich nicht wehren können, die verdinglicht und zu einer Sache gemacht werden, damit MENSCH sich aus der Verantwortung ziehen kann, aber auch um Emotionen wie Schmerz, Angst nicht anzuerkennen oder diese an sich heranzulassen. Das ist Alltag. Und das ist Heuchelei, denn wir alle wissen um das Leid millionenfacher nichtmenschlicher Tiere und Menschen. UND: Wir wissen um die Imagekampagnen der Konzerne, die aus Profitgier ihr und unser Gewissen reinwaschen. Damit wir gut schlafen können, aber hauptsächlich bedenkenlos zugreifen und kaufen sollen!

Fotogalerie*

* enthält bildliche Darstellungen mit Formen von Gewaltanwendung und Folter

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