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The Movement - Move/Revolutionary Sympathies/Fools like you

The Movement - Move/Revolutionary Sympathies/Fools like you
The Movement - Move/Revolutionary Sympathies/Fools like you

The Movement - Move/Revolutionary Sympathies/Fools like you (Bonus Edition) LP/CD
Concrete Jungle Records
Concrete Jungle hat alle 3 Alben wiederveröffentlicht und mit Bonus-Songs ausgestattet, weil das Label die Band unter Vertrag genommen hat und ein neues Album der smarten socialist Mod-Punk-Combo noch in diesem Jahr angekündigt hat.

Gegründet im Jahr 2000 kombinieren THE MOVEMENT zum Einen Einflüsse des Punk, des Mod im Stile von THE JAM, R&B im Motown-Sound, Ska- und Power-Pop-Musik mit sozialistischen Inhalten. Zum Anderen ist der Bandname wie auch der Musikstil eine Symbiose aus politischer Attitüde und Aufforderung zum Tanzen. Und so ist das Debütalbum "Move" auch ein Mix aus The Jam; The Who, The Clash und einem "clean living under difficult circumstances"-Slogan ("Sauber leben unter schwierigen Umständen."). Be smart, be active!
"Turn away your faces", "Get pissesd" sind schnelle, explosive Smasher, aber ich denke "Control your temper" ist der am meisten abgefeierte Song, denn hier sind die Elemente aus Ska, Mod und Punk und Lukas einzigartig rauhen, rauchigen Organ ein Fest für den tanzenden Mob. Straßenkampf ("Truth is"), Liedermacher-Referenz ("Still An Echoe") und der Wille, etwas zu bewegen und in Bewegung zu setzen machen das Debütalbum zu einer danish dynamite-Session, aber mit Stil und Klasse.
Auf "Revolutionary Sympathies" wird der Hardmod-Sound evaluiert. Die Kompositionen sind ausgrereifter und das Tempo wurde gedrosselt zu Lasten von spieltechnischer Fienehiten, ohne dem revolutionären und frischen Anspruch aufzugeben, im Gegenteil. Songs wie der Opener "Karl Marx", "No regrets", "Revolutionary Sympathies", "Me and you" sind ein sozialistisches Feuer- und Feierwerk und mit "A little rain" gibt es viel Soul, der den einengenden Rahmen auflockert. Toll, dass der Bonus-Song "No jobs" enthalten ist.
Die letzten beiden Konzerte fanden im Januar 2007 in den Niederlanden statt. Bereits dort spielte Søren Spannow nicht mehr am Schlagzeug.  Im Juli 2007 dann das Bandaus. Fortan widmete Lukas Scherfig sich einer Solo-Karriere. Im Frühjahr 2010 kündigte er im Rahmen seines Solo-Projektes "Lukas Sherfey" Konzerte als das "Lukas Sherfey Power Trio" an. Bei den Konzerten sollten alte The-Movement-Songs, kombiniert mit den neuen Songs vom Solo-Album, gespielt werden. In neuer Besetzung wurde 2012 dann "Fools Like You" veröffentlicht. Auf der Wiederveröffentlichung auf Concrete Jungle Records sind zudem die Songs der EP "Outrage" enthalten. "Fools like you" ist die musikalisch wie inhaltlich die Fortsetzung von "Revolutionary Sympathies" und hat Songs wie "Put the lights on", We got Marx", "Set me free" dabei, die den political socialist character mit Sould und Mod verknüpft und immer noch smart und widerstandsfähig rüberkommt. Der Sound ist abermals verfeinert worden und ich bin gespannt, wie das neue kommende Album sein wird. Genügend Stoff und Ideen scheint die Band zu haben, denn wie es auf ihrer Homepage lautet "There’s a new and constantly growing generation of young kids interested in political questions, expressing deep fundamental critic and rejection of the global effects of capitalism and its mechanisms of exploitation, war and oppression – young people searching for truth and enlightenment in times of total manipulation, lie and darkness." Musik und Futter für eine linke Revolution? Ich bin dabei!

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