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Vlimmer - X

Vlimmer - X
Vlimmer - X

Vlimmer - X MC/CD/digital
Blackjack Illuminist Records
Der 10. Teil der 18-EP-Serie beginnt mit "Nachwehen" verträumt, lakonisch schwebend im Dark-Wave-Modus. Elektronische Klangwelten und nihilistisch-rhetorische Predigten im eingängig-entspannten Schwarz-Weiß-Tonus.

"Nebelgeist" indes ertönt wie Electro-Dance Floor aus den 80er Jahren. Etwas zu eintönig, aber schön. "Kondens" legt an Tempo zu und ist ein Electro-HC-Wave-Mix, das schier übersprudelt und Alexander Schwiergkeiten hat, die Vocals dem Drumbeat anzupassen, sodass er wie ein begossener Pudel wirkt, der sein Bus verpasst hat und nun verzweifelt und alleine am Bushaltestelle zurückgelassen dasteht und melancholisch ist. "Stufenlethargie" geht 3 Schritte zurück und Alexander sucht im dichten Nebel nach Ruhe und Entspannung, geht der Frage nach der Existenz nach, während der eintönige Electro-Sound gemütlich vor sich wabert.
"Thrombo" ist der Blick in Jenseits. Kirchen-Choral, entspannungsfreundliche Rhythmik und Klopfgeräusche, dazu Alexanders schaurig-schöne Geisterstimme, die verlockend und verführerisch ist.
X ist insgesamt eine Klangwelt, in der allerhand Eindrücke vermittelt und Fantasien freigesetzt werden. Manche werden wie unter Hypnose wahrgenommen. Verantwortlich dafür ist das oft sehr eintönige Grundmuster, aber vor allem Alexanders wellenartige, fließende Melodik, die die Sehnsucht nach einer fremden, aber auch geheimnisvollen Welt lautmalt. Ein Zauber, eine Parabel und eine Art, die gefangen nimmt, um verlorene Träume zu erhalten und das Innerste auf ewig verändert.

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