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Penadas por la Ley - Malos tiempos Para la libertad

Penadas por la Ley - Malos tiempos Para la libertad
Penadas por la Ley - Malos tiempos Para la libertad

Penadas por la Ley

Malos tiempos Para la libertad LP/CD
RilRec.
In der Punkszene, wo schon seit langem über Sexismus diskutiert wird, ist es in der Praxis immer noch nicht selbstverständlich, dass Gleichberechtigung wirklich praktiziert wird.

Das gemischtgeschlechtliche Trio aus Argentinien Penadas por la Ley gibt es seit 1993 und Fabiana (Gesang, Bass) und Natalia (Gitarre, Gesang) waren die ersten Frauen* in Argentinien, die eine Platte aufnahmen. Heute leben sie in Bilbao und zusammen mit  Galder am Schlagzeug spielen sie melodischen rockigen Punkrock/HC, der nicht nur 1997 am Internationalen Tag der Frau im Frauen-Gefängnis von La Plata für Furore sorgte, als die Inhaftierten das Konzert genießen konnten und die Kinder, die mit den Familien anwesend waren, nicht aufhörten, zu tanzen, sondern auch in Mexico oder auf dem Neska Rock Festival, um andere gemischte Bands mit ihrer Idee anzustecken und so einen sexismusfreien Raum im Musikkontext entstehen zu lassen. Der Freiheitsdrang und die Forderung in ihren Texten, nach ein selbstverantwortliches Leben in Freiheit, gegen Sexismus, Gewalt, Diskriminierung, Unsichtbarkeit der Frauen*, ist empowernd und ermutigt insbesondere Mädchen, Frauen aus dieser Unsichtbarkeit herauszutreten und aktiv zu werden. Songs wie "No gender", "Mi libertad" belegen dieses Engagement. Sicherlich waren diese Forderungen auch ein Grund des Umzugs nach Bilbao, wo Natalia von politischen Gruppen hörte, von queeren Communities, Hausbesetzung, Demos, von KORTATU, POLLA RECORDS. In den 80er Jahren träumte Natalia von Vorführungen, politischen Aktivitäten, von Konzertbesuchen in Euskal Herria, davon, in eine Bar zu gehen und Punkmusik zu hören. In Argentinien gab es dies Möglichkeiten in dieser Form so nicht. Hinzu kam, dass sie sich homophoben Anfeindungen ausgesetzt sah und ihre Sexualität erst in Bilbao offen zeigen konnte.
Das Debüt “Sexo débil?” (schwächeres Geschlecht?) erschien 1996. 8 Jahre später Aufnahmen von 4 Tracks. Widerum etliche Jahre später erschien 2012 Sueña, Vive y Peka, 2014 Hirugarrena und nun ein weiteres Album mit spielstarken Riffs, rockigen, harten und harmonischen Rhythmen, tollen Backings, die die Barrikadenkämpfe und die allgemeine Unzufriedenheit weiter anheizen und vorantreiben.

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