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Berliner Mauern Zine #2

Berliner Mauern Zine #2
Berliner Mauern Zine #2

Berliner Mauern Zine #2
32 DIN-A-5-Seiten (quer), vollfarbig;  € 3,20.-
https://berlinermauern.blog
Das 2. DIY-Foto-Zine  über Graffiti und Streetart in Berlin. Zusammengestellt aus den Bildern, die für die Seite ("berlinermauern.blog") aufgenommen wurden. Die Bilder haben die RedakteurInnen selbst "geschossen".

Das Fotozine basiert auf eine Auswahl dieser selbstgemachten Bildern, von denen jeden Tag 4 Stück auf dem Blog veröffentlicht werden. Die gedruckte Form ist eine Ergänzung zum Blog und ist online abrufbar und wird zum Download angeboten.

Gesamteindruck:

Die farbigen Fotos enthalten Graffitis, Sprüche, Stenciles an Mauern, Rolladen, Türen. Teilweise belanglose Schmierereien, andere Fotos zeigen stilvolle Street Art und detailreiche Porträts. Es gibt politische Botschaften, aussagekräftige Statements ("Berlin bleibt dreckig!"). Es gibt also keinen Schwerpunkt, keinen Zusammenhang, die Bilder sollen also für sich "sprechen". Und wie das so ist mit der Betrachtung von Bildern, kann mensch sich hierin verlieren und etwas entdecken, was zumindest bei einigen auch der Fall ist, etwas hineininterpretieren oder über die Inhalte lachen (etwa bei den beiden Türen mit dem Schriftzug "Peter" auf der linken und "Gast auf der rechten Tür"). Es gibt in nahezu jeder Stadt einige tolle Graffitis und Street Art zu entdecken. Ich selbst habe auch schon einige tolle Werke fotografiert und habe mich auf die Kunstwerke konzentriert, die triste Häuserfassaden und Mauern in eine lebendig ausgeschmückte Landschaft verwandeln. Diese Art von Street Art findet mensch in  "Berliner Mauern" selten bis gar nicht. Dabei ist Straßenkunst vielseitig, politisch, narrativ, erzählen Geschichten. Die hier präsentierte Street Art und Graffitis zeigen Arbeiten von KünstlerInnen, die mit Schablonen arbeiten und diese Beispiele sind nicht nur sehr dekorativ und figurativ, sondern auch direkt bis provokant.
Mittlerweile werden auch KünstlerInnen in Berlin und anderen Städten von der Stadt, Gemeinde mit Kunst-Projekten beauftragt. Durch den Zweiten Weltkrieg gab es ja sehr viele Brandmauern in der Stadt, und da hat die Senatsbauverwaltung Programme für deren Gestaltung gestartet.
In der Buchform gibt es die "illegale" Form der Street Art, Graffitis, Wandmalerei, was den Underground-Charme auszeichnet. Und was diese Sache spannend macht, egal welchen Inhalts, ist die Tatsche, dass Straßenkunst, Stencils, Graffitis und Murals eine vergängliche, aber eben auch eine sehr lebendige Form von Kunst ist.

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