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QUIET SLANG - Everything matters but no one is listening

QUIET SLANG - Everything matters but no one is listening
QUIET SLANG - Everything matters but no one is listening

QUIET SLANG

Everything matters but no one is listening LP/CD
Big Scary Monsters/The Orchard
James Alex von BEACH SLANG braucht offenbar einen Ausgleich zum krachenden Fuzz-Rock und hat für sein "Chamber Pop for outsiders"-Projekt insgesamt 10 Beach Slang-Songs neu arrangiert.

 Cello und Piano und James' Flüstern anstelle von THE REPLACMENTSaffinen Rock bestimmen den Akustik-Pop mit Tiefgang. Soft things for a generation waits to bleed. Musik zwischen Lagerfeuer, Melancholie und Minimalismus. Doch was braucht es schon, außer ein "Future Mixtape for the Art kids", außer dem Gefühl dass Zurückhaltung und ein sentimentaler First-Love-, Best-Love-Spirit die geeigneten Zutaten dafür sind, Romantik, Ästhetik mit abgefuckter Poesie und Sanftmütigkeit auf faszinierende Art und Weise vorzutragen, die ein deutliches Kontrastprogramm zu Textzeilen wie "Too young to die/Too late to die young/I try and fight/But get high and give up" (Too Late to Die Young) sind und in ein liebliches schwülstiges Lied verwandelt. Gleichwohl Cello und Piano das beinahe angstvolle Gesangsspiel begleiten, sind es auch die  vielen GastsängerInnen, die ebenfalls Akzente setzen. So legen sie im letzten Song "Warpaint" besonderen Wert auf den letzten Text "Don't be afraid to want to be alive", bevor der Song um ein gespiegeltes Segment erweitert wird, das rückwärts abgespielt wird. "Everything matters but no one is listening" ist der ironisierende Versuch, den Hippies moralische Werte als Lebenseinstellung einen unerwünschten Perspektivwechsel aufzueigen und die Welt etwas zu besänftigen. Dennoch sind diese Neuinterpretationen keine Lullabies, sondern zeigen das ganze Spektrum emotionaler Möglichkeiten zwischen Kummer, Schmerz, Wut und Zorn auf balladeske, ruhige Spielart und -weise auszudrücken. James Alex' Zurückhaltung und Flüstern lässt die Zuhörerinnen ganz auf die Texte konzentrieren und die spannenden strukturellen Mittel der Instrumentierung bewegen durch das beinahe monotone Vortragen von Ballenden, die dazu beitragen Einsicht in die Historizität von Texten zu erzeugen und sich mit der Bedeutung und Sinnhaftigkeit zu identifizieren, weil James Alex' Balladen durchaus Bezüge zur Lebenswelt der ZuhörerInnen herstellen.

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