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Wayste - The flesh and blood

Wayste - The flesh and blood
Wayste - The flesh and blood

Wayste

The flesh and blood LP/CD
Day by day Records/Through Love Records/Indigo
WAYSTE haben ihr Debütalbum live in der Tonmeisterei Oldenburg eingespielt und nahezu alle Facetten der Emotionalität lautgemalt.

Wilde Leidenschaft trifft wütende Raserei, Melancholie und Weltschmerz trifft auf finstere Klangwelten. Noise, Punk, Screamo, Post-HC...was auch immer gerade passt und das sperrige, dissonante  Klangkonstrukt bereichert, wird gleich wieder niedergeschrien oder animalisch zerstört. Die kontrollierten Ausbrüche, die eruptive Intervallcharakteristik spiegeln eine extrem verletzliche Seele und die Wut als eine Form des Selbstschutzes wieder. Lärm, Wut und aufwühlende, brodelnde Klang-Momente, die uns weniger beschützen oder Grenzen setzen, sondern explodieren oder gänzlich als selbstzerstörerischen Akt der Verzweiflung ertönen ("Fall"). Jegliche Zurückhaltung wird aufgegeben und selbst in "Elder" wird der melancholische Schutzpanzer als temperamentvolles Beispiel für die Entwicklung unserer inneren KritikerInnen und RichterInnen auf Erregungsniveau angesiedelt. Und nach dem letzten Akkord in "Losing touch" bin ich echt schweißgebadet, weil die Intensität der Musik viel Energie raubt und der Wechsel aus introvertierten und extrovertierten Zustand als Antreiber für mitreißende und persönliche Dinge feien Lauf lässt.

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