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SNOWFALL #8

SNOWFALL #8
SNOWFALL #8

SNOWFALL #8
80 DIN-A-5-Seiten; 2.- €
SintGrimmizer333@web.de
Benutze deinen Verstand! Sint sinniert im im Prolog über Gott und die Welt, genauer über Beseelung, das Menschsein, Materie, Antimaterie, Schall und Rauch.

 In Sints gedanklicher Blasenkammer platzen die Elementarteilchen wie Popcorn und sorgen für einen Überschuss an Kausalität und Entität. Bloß die Aufdröselung und Entschlüsselung seiner gedanklichen Herleitung von abstrakten Ideen grenzt an symptomatischer Differentialdiagnostik jenseits jeglicher Quantensprünge...soll heißen: Im Wein schlummert die Wahrheit....was schlummert in dir? Sint liest offenbar viel Kant, Marx und die Bibel, beschäftigt sich mit Widersprüchen und das Problem der Metaphysik. Mit Wein, Kant und ultrabrutalem Deathgrindmassaker schmiedet er im stillen Kämmerlein Pläne für die Apokalypse, geriert sich als Misanthrop, Tierfreund und erweckt den Eindruck, im Einsiedlerdasein zu wenig an die frische Luft zu gehen. Im gedanklichen Vollrausch entdeckt Sint seltsam anmutende Lebewesen, die sich u.a. mit Whisky-Soda schöner leben lassen. Wie bspw. MASTER, der - gottgleich - auf einem Thron der Unnahbaren regiert und als ein illegaler Alien in die tschechische Republik geflohen ist, in den Wald geht, um essbare Pilze zu sammeln, diese vermutlich mit halluzinogenen Pilzen verwechselt, da er doch den Eindruck vermittelt, auf einem Trip zu sein und das Ende der Welt herbeisehnt.
Haubersson von REVEL IN FLESH meint, Metal habe "viel Emotion, und die Fans ehren ihren Metal oft mit enormer Hingabe(...). Ist Metal also ein (verstecktes) Indiz für eine Religionslehre, zu der die Jünger am Opferschrein Lärm und Krach hören, um versteckte Botschaften als Regelstandard für lebenstaugliche Gewohnheiten zu empfangen?!
Lenny von ENDSEEKER bekommt Schmeicheleien von Sint, was Lenny beinahe Tränen der Rührung in die Augen schießen lässt, somit Hauberssons Annahme, Metal sei viel Emotion ausnahmslos bestätigt.
Sint referiert über ewiges Glück und schlussfolgert, Ewigkeit und Glückseligkeit passt nicht zusammen. Maik Godau findet heraus, dass Kirche ein Wirtschaftsunternehmen ist, dass in die eigen Tasche wirtschaftet, anstelle die Einnahmen aus der Kirchensteuer in sinnvolle Projekte zu refinanzieren.
Des Weiteren im Angebot: Porträts und Gedanken zu und über Erich Fromm und Nietsche, Anne Frank und der Fangschreckenkrebs.

Gesamteindruck:

Sint ist davon überzeugt, dass der Verstand keine Vorstellung von Quantität und Qualität besitzt, ohne zugleich eine bestimmte Vorstellung ihrer Grade bilden zu können. Ob Religion, Tierwelt, Menschsein, Sint stellt infrage und sucht nach Antworten. Allgemeine Tatsachen sind absurd und unmöglich. Heraus kommt ein abstruses Gesamtbild und eine Technik, dieses so zu verwenden, als ob es mehrere Dinge befassen würde. Hoffentlich zerbricht Sint nicht an dem Gesetz der Assoziation und behält bei der Vorstellung die Fähigkeit, die Bedeutung der Denkoperation auf dem Grad der Vernunft und der Unbestimmtheit im Auge zu behalten. Bis dahin ist und bleibt das SNOWFALL ein Medium mit Gestaltungsmerkmale wie Reflexion, Intensität, geprägt von empiristischer Erkenntnislehre. Letztendlich ist der Inhalt aber auch charakteristisch eine Auseinandersetzung für Unveränderlichkeit oder Konstanz für das begriffliche Vorstellen.

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