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Dirk Geil - Alien with a double chin

Dirk Geil - Alien with a double chin
Dirk Geil - Alien with a double chin

Dirk Geil

Alien with a double chin LP
Off Label Records
Dirk Geil hat auf seinem Debütalbum alle Lieder anlässlich seines 50. Lebensjahres selber produziert, lädt ausgewählte Gäste ein und intoniert/interpretiert zwölf Gassenhauer zwischen Mumps, Mumpitz und Mama.

Doch zunächst werden die Haare gekämmt und dann treibt der 60's affine Rock and Roll im Garagenstyle seine Blüten. Es scheppert, kracht und die Fetzen fliegen. Unter Mithilfe der Fendersons kreist die Hüfte und der Hulla-Hoop-Reifen. Lieder über Serienmörder, Vaginas, Penisse sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Platte nur für Erwachsene ist. Wenn Kinder diese heimlich hören bekommen sie rote Ohren oder Ziegenpeter. Der Twäng-Stomp-Beat mit Gitarre(n), Stampfer und ausufernde lustvolle Debilität (Peter hat Ziegenpeter) produziert Gänsehaut, nicht aus Angst, sondern von der stilvollen Heiterkeit, der schwülstig-lasziven Atmosphäre, die Dirk and friends erzeugen. Dirk sorgt nicht nur als Bonn-Stomp-Veranstalter, sondern auch als musikalischer Sonderling für die Rettung des Rock'n'Roll, schmutzigen Blues, der derben Garage, spritzigen Surf, primitiven Beat, rückständigen Country & Hillibilly und überhaupt: Mit Galgenhumor und Elvisaffiner Stimme sucht Dirk Geil sein Heil in der Spezialitätenecke. Gut imitieren und Rhetorik gut präsentieren. Hauptsache das Hang loose-Feeling stimmt und die Erinnerung an den guten alten Rock and Roll wird ein Stück weit mit frechen augenzwinkernden Seitenhieben lebendig gehalten. This is Bonn, not Las Vegas.

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