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KRAMSKY - Zuviel Licht

KRAMSKY - Zuviel Licht
KRAMSKY - Zuviel Licht

KRAMSKY

Zuviel Licht LP

Disentertainment

Tiere, Türen, Temperamente. KRAMSKY bekleiden den Klangraum mit Fehlfarbensche Riffs, funky, punky Rhythmen, trinken Blubberwasser und produzieren lyrische Impressionen aus Alltagswirrwarr und Zeitungsausschnitten.

Für deine Disko gibt es den So-oder-So-Tanzschritt, mit dem Rücken zur Wand oder Rumspringen auf dem Bett. Überhaupt: Tanzen als Attitüde, Schweiß für die Welt, der durch den übergroßen Anzug und der Latzhose sickert. Der Wille zum Eisbären-Move fordern witzig-freche Inhalte wie in "Anna liebt Tiere", die Rhythmus-Exzesse werden länger, die markante melodiöse Individualität hält das Beste von Allen bereit. Dezenter Pogo hinter geschlossenen Türen, die Wildheit und Rohheit in einer prinzipiellen Endlosigkeit lautmalt. Ausflippen, abgeh'n, durchdreh'n! Funk-Platten als Rhythmusgrundlage, die sich unter den Sprachgesang schiebt, cool und lässig wie Lindenbergs nuscheliger Wortlaut. Bluten für die Sache und den Club. Jugendzentrum-Stimmung und unverfrorene Rebellionsromantik. Zuviel Licht ergötzt sich aus dem Soundtrack zwischen Drogenparty, NDW und trierschem Karneval mit durchgeknallter Lyrik ("Autobahnmann"), synkopierter Basslinien, Dramaturgie, Schweiß und Rauch. Feierlaune und Widersprüche, eine*r von uns-Symptomatik und refrainlastige Sprüche als Wandschmiererei im Hinterhofklo. Zuviel ist nicht genug, auch wenn das Licht mal ausgehen sollte.

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