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Fatal Blow - Victimized

Fatal Blow - Victimized
Fatal Blow - Victimized

Fatal Blow

Victimized LP
Mad Butcher Records
Die Band begann als Nebenprojekt von The Oppressed. Paul schrieb mehrere Lieder über das heutige soziale Klima und den Aufstieg der Rechtsextremen in Europa, da Brexit und Immigration in den Medien allgegenwärtig waren.

Die Songs wurden von Roddy und Kizmus positiv aufgenommen, beide ermutigten Paul, weiter zu schreiben, und Fatal Blow profilierte sich als eigenständige Band. Beeinflusst und inspiriert von Bands wie die Angelic Upstarts, Ruts und natürlich The Oppressed servieren FATAL BLOW Anti-Fascist Street Punk Oi!, der gleich im Opener propagiert wird: Skinhead forever, Bonehead never! Und wer es noch nicht kapiert hat, folgt "I said Skinhead forever-Spirit of 69". Der Begriff "Spirit of 69" wurde erstmals von der Band Glasgow Spy Kids aus Schottland benutzt. Eine Crew, an der George Marshall beteiligt war. Nach der Veröffentlichung seines Buches wurde 'Spirit of 69' zu einem weltweiten Begriff für die Skinheads, die Reggae-Musik hörten und tanzten, ins Fußballstadion ziehen und mit Look und working-class-Haltung die epochale Stilbewegung einer Subkultur prägten. Fatal Blow zelebrieren diese Zeit, erinnern aber auch immer wider daran, eine antirassistische Haltung als true skinhead of life in sich zu tragen und auf die guten alten Zeiten fixiert zu sein. Diese Fixierung auf die Skinhead-Kultur vereint einen ultra-minimalistischen Stil mit einer stolzen britischen Sensibilität. Der rumpelige, simple OI! wird mit lautem Gegröle und stampfenden Boot-Beats verstärkt, dass es eine wahre Freud ist, den frühachtziger Retro-Aggro-Sound zu hören, den Nidge, Cobley und Kizz durch die Boxen jagen. "We don't want no Nazi skins, scum, shit!", "Riot-we coming for you", "One solution-revolution" sind bisweilen Slogans auf einer Häuserwand, T-Shirt oder Pub-Toilette, aber in der Einfachheit obliegt manchmal auch eine Klarheit, direkte Art, die unmissverständlich ist und ein Leitfaden in der Sozialisierung sein kann. In "Seeds of hate", "Bill the Peacock" und "Governement Breakdown" zeigt Sänger und Gitarrist Cobley auch mal eindrucksvoll seine spielerischen Qualitäten, die etwas mehr Rock and Roll und OI!-Pop-Melodie aufzeigen, die wütend sind und doch das Positive feiern. Victimized ist Zeitgeist, behandelt den Spirit of '69 mit Respekt, fördert die antirassistische Haltung, ist bierselig, rau und melodisch...und trotz aller Kämpfe und Widerstände, alltäglichem Wahnsinn, Modernismus und Geschichte, bleibt uns am Ende des Tages die Musik, die auch ohne Reggae-, Ska-Rhythmik ein raubeiniges Medley zum Mitgrölen und -stampfen produziert.

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