· 

Sômbre - Linsay

Sômbre - Linsay
Sômbre - Linsay

Sômbre

Linsay
Uproar For Veneration Records
Cédric Manine und Axel Wursthorn weben ein elektronisches Klangbild zwischen Gothic Rock, Post Punk und Industrial Pop, das kühl und nüchtern ertönt. Die meist monotonen Beats werden mit Cédrics wenig variabler Stimmlage begleitet und ist Ausdruck einer depressiven Stimmung.

Demgegenüber gibt es experimentell, kreative Grooves und elektronische Sprenkel mit Anleihen an Depeche Mode und aufhellenden Pop-Momenten ("False illusions"). Das Kontrastprogramm bietet auch dezente SISTER OF MERCY-Momente ("The Master"), wenn Cédric mal in tiefere Stimmlagen rutscht. Wunderschön ist aber vor allem der Titelsong "Linsay", ein Duett mit Regina Sosinski, das Assoziationen lautmalt vom Vergehen der Schönheit. Wenn die Liebe stirbt als thematisches Klangbild, in dem zumeist viele sich wiederholende Passagen, sowohl textlich wie Rhythmik/Melodik einhämmernde Wirkung erzielt, bis das instrumentale Outro den Tiefschlaf einläutet und das Kim Wilde-Cover ("Kids of America") eine entschleunigte melodramatische Wendung einnimmt, ein morbides Goth-Rock Stück mit E-Violine/Streichern und sonorer Stimme, das jenseits aller Brachialromantik für wild-süße Träume sorgt. 'Linsay'  bietet symphonische Klangkunst, mittelalterlichen Schelm, auch Technosamples , Verspieltheit und süffisante Ironie einer beschwörenden Düsterlyrik, die in träumerische Metaphorik mündet.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0