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RANDGESCHICHTEN #20

RANDGESCHICHTEN #20
RANDGESCHICHTEN #20

RANDGESCHICHTEN #20
48 DIN-A-5-Seiten; gegen Spende
randgeschichten@gmx.net
Mareike startet mit der "Reisegruppe Bielefeld" eine WhatsApp-Gruppe und liefert einen Ausdruck des Kommunikationsaustausches, sowie einen verschriftlichen Tourbericht der "Sexypantsk8"-Girls-Sk8-Crew über das Grrrls* Skate Fest, mit ergänzenden Fotos.

Darüber hinaus spendiert Mareike für die Band ANOIA//ARSCHWASSER Pizza bei sich zu Hause. Vielleicht liegt es daran, dass die Band nach dem Essen müde ist und Mareikes Fragen gelangweilt und einsilbig beantwortet und im Laufe des Gespräches den "Spieß umkehrt" und ihr Fragen stellt oder nicht so recht weiß, was sie antworten soll und im Speziellen mit Skateboarding überhaupt nichts anfangen kann. Nach einer kleinen Skate in action-Spot-Gallery mit Ollies, Flips und flying overs folgt mit SZRAMA das nächste Interview. Mareike arbeitet fleißig ihren Fragenkatalog ab, der neben standardisierte Fragen auch mit seltsam anmutenden formulierten Gedanken überrascht ("Ein Dämon beißt euch im Traum die Genitalien ab(...)Eure erste Reaktion?") oder überflüssige Fragen stellt ("Macht euch das Interview Spaß?", "Wollt ihr mich etwas fragen?"). Des Weiteren säuft Mareike am Schlossi mit anschließendem Punk-Konzert im Revier. Für das anschließende Interview entschuldigt sie sich nicht, sondern verwehrt sich im Vorfeld jegliche Kritik über mögliche "Platzverschwendung" und rechtfertigt ihr Vorgehen mit dem typischen RANDGESCHICHTEN-Stil - was immer das auch sein möge. Mareike hat beim Abtippen Schwierigkeiten, die Namen zum Gesagten zuzuordnen, die LeserInnen erfahren Details über den "Befülltheitsstatus", warum M-Bob, Eric, Nico, Chrissi und Völli von BETRUNKEN mit dem Trinken angefangen haben, und dass es nach nur 7 Fragen besser wäre, mit dem Interview aufzuhören.
Aufregender dagegen ist der Toröööt"-Reisebericht zum Rosa Elefanten-Skatespot in Hannover, mit "geilen Manövern oder 'n smoothy Surf-Turn", anschließender Stille unterm Sternenhimmelromantik und Einnahme von herb-süffigem Gerstensaft. Demgegenüber ist Mareike auch beim "Kaputtgart-Festival" nicht abgeneigt, ist nach dem eigenen Skate Anarchos-Auftritt "glücklich, betrunken und verschallert", ehe sie sich in einem Gedicht bei einer namenlosen Person bedankt, ehe 2 befreundete Punx im Nahen Osten skaten und Mareike in Würde altert.

Gesamteindruck:

Nicht immer überzeugen Mareikes Inhalte. Die Schwächen liegen eindeutig in den geführten Interviews. Vielleicht sollte sie sich auf reine Skatepunk-Projekte beziehen und vorstellen, als Bands und Personen zu interviewen, die mit dem DIY-Sport nichts anfangen können und ihren ausformulieren Gedanken in der Fragestellung nicht genügend Aufmerksamkeit schenken und eher gelangweilt sind. Die Stärken des aktuellen Zines liegen in den Skate-in-action-Bildern, den Reiseberichten und der Kolumne. Hier kommt Mareikes Sichtweise und der Spaß am Skaten, ihre persönliche, reflektierte Haltung am deutlichsten hervor. Mareike bietet auch in dem seit 17 Jahren publizierten RANDGESCHICHTEN-Zine eine qualitativ-wechselhafte Auswahl an pragmatischen Methoden, ihre Skate-Leidenschaft mitzuteilen, könnte ihren Inhalt aber noch von der thematischen Auswahl und deren Ausführung besser optimieren.

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