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An Horse - Modern Air

An Horse - Modern Air
An Horse - Modern Air

An Horse

Modern Air LP/CD
Grand Hotel van Cleef/Indigo
Nach einer längeren musikalischen Pause, bedingt durch Trauerverarbeitung und Umzüge (Kate Cooper ist von Australien nach Montreal in Kanada, Damon Cox nach New York gezogen), gab es eine anhaltende Freundschaft, die auch dank der modernen elektronischen Kommunikationsmittel Möglichkeiten bot, kreative, musikalische Ideen auszutauschen.

Voraussetzung hierfür war aber zunächst Kates Bereitschaft, die Traurigkeit bzw. die Trauer über den Tod des Vaters, nicht in Songideen umzusetzen. Insofern ist die längere musikalische Pause dem Umstand geschuldet, dass Kate die Gitarren erst wieder in die Hand nehmen konnte, als sie über etwas anderes als Traurigkeit schreiben konnte. Und Songs wie "Begin again" oder "Started a fire" mit Zeilen wie "I will rise up" demonstrieren diesen Aufbruch oder Neuanfang, der mitunter eine dezente Melancholie nicht verbergen kann. Aber Songs wie "Get out somehow" mit dem knarzigen Sägewerk-Riffing und der lieblichen Melodie und Stimme bewirken ein Tu-was-immer-du-willst-Feeling. Modern Air klingt wie das Geschenk einer Freundschaft und ist unglaublich positiv und kraftvoll. Der Kontrast von harten Riffs und Kates weicher Stimme hat etwas Naives, Unbedarftes und besitzt doch eine nicht zu unterschätzende Sturm&Drang-Phase, die den Indie Pop mit Pixies-Rock aufheizt.

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