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Negative Space - Cruelty

Negative Space - Cruelty
Negative Space - Cruelty

Negative Space

Cruelty 12"
Drunken Sailor Records
Der Sänger steht im Keller, es hallt und riecht muffig. Vielleicht ist eine Wasserrohrleitung defekt und der Keller beginnt langsam, aber sicher, vollzulaufen.

Zumindest ist der Sänger grantig und wird auch zunehmend unwirsch. Aber er kann den modrigen-miefigen Keller nicht einfach so verlassen, hat er doch dem Post-Punk-Geist geschworen, für immer und ewig hier zu schmoren. Natürlich hat das Auswirkungen auf die Gesundheit. Die Feuchtigkeit schlägt wich auf die Stimmbänder nieder. Heiser, erkältet und mies gelaunt gebärdet er wie ein Kellergeist, während fluide und nebulös-wabende dezent schrammelige Riffs durch das Gemäuer kriechen. Etwas Free Jazz in "Eternal Rotation" wärmt das Herz und der pulsierende Beat übertüncht den halligen Kellerassel-Gesang. Meinetwegen könnten NEGATIVE SPACE rein instrumental arbeiten und die Tür zum Keller endgültig zuschließen. Aber mit "Wet Brain" scheint sich das zu bestätigen, denn hier träufelt der Wahnsinn von der Decke.

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